Ein Tag im Eden Project in Cornwall

Das Eden Project in Cornwall in der Nähe von Bodelva gehört zu den schönsten Gärten in England und hat sich in den letzten Jahren zu einer der besten Sehenswürdigkeiten in Cornwall entwickelt. Lohnt sich ein Besuch im Eden Project und wie soll ich einen Tag im Eden Project planen? Unsere Tipps für den Ausflug zum Eden Project in Cornwall – lassen Sie sich auch von unserem Reisevideo über den Gartenbesuch im Eden Project verzaubern.

Inhaltsübersicht „Ein Tag im Eden Project in Cornwall“

Was ist das Eden Project?

Was gibt es im Eden Project zu sehen?

Reisevideo über das Eden Project

Tipps für den Besuch vom Eden Project – Besucherinformationen

Was ist das Eden Project?

Das Eden Project ist die Vision eines Verrückten, die sich zu einer der größten Touristenattraktionen in Cornwall entwickelt hat. Dort, wo 1999 noch ein heller Riesenkrater von 15 Hektar in der Landschaft gähnte in welchem früher Kaolin abgebaut wurde, steht seit 2001 das Eden Project: ein gigantischer Garten Eden mit 8 Gewächshäusern (sogenannten Biomen) und über 1 Million Pflanzen. Mit 76 Millionen Pfund und dem Architekten Nicholas Grimshaw hat Sir Tim Smit ein futuristisches Ökoprojekt geschaffen, welches u.a. den größten Indoor-Regenwald der Welt beherbergt. Die Konzept „Bildung + Unterhaltung über die Zusammenhänge des Ökosystems“ geht auf: Infotafel, die Klimaplattform und Balanceakte auf der wackeligen Hängebrücke lassen die Besucher mit allen Sinnen eintauchen in die Wunder der Natur und sensibilisieren gleichzeitig für deren Schutz. Das Konzept ist so erfolgreich, dass es derzeit weltweit expandiert: Im Norden Chinas soll bis 2020 Eden Qingdao entstehen mit dem größten Indoor-Wasserfall der Welt als Hauptattraktion. Zusätzlich sind drei weitere Projekte in China geplant sowie Eden Projects in Neuseeland, Australien, dem Mittleren Osten und Nordamerika.

Eden Project in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Visionär: 1999 war nur eine große Kaolingrube dort, wo heute der „Garten Eden“ viele Besucher anzieht © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Geländeplan im Eden Project © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

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Was gibt es im Eden Project zu sehen?

Was das Eden Project sehenswert macht, ist das Gesamterlebnis der verschiedenen Bereiche.

Die Außenbereiche

Das große Gelände, der „Garten Eden“ umfasst Außenbereiche, die je nach Jahreszeit bepflanzt werden und in verschiedene Themen unterteilt sind: „Slopes of Earthly Treasures“, „Zigzag through Time“, „Outdoor Gardens“ und die „Avenue of Senses“.

Die Avenue of Senses im Eden Project lädt ein, die Natur mit allen Sinnen zu geniessen © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Die Biome (Gewächshäuser)

Die Biome bilden das klopfende Herz des Eden Project. Vom Besucherzentrum aus benötigt man mindestens 15 Minuten bis zum Eingang in die Biome, dann hat man sich mit den Außenbereichen aber überhaupt noch nicht beschäftigt.

Das Rainforest Biome ist das größte Gewächshaus, es ist sinnvoll, sich dieses als erstes vorzunehmen. Im Biom sind verschiedene Klimazonen mit der jeweiligen Vegetation des Regenwaldes nachgebildet und je höher man auf dem gekennzeichneten Weg folgt, um so heißer wird es. Es wird sogar so heiß, dass es unterwegs Getränke-Stationen und „Cool Rooms“ gibt – für den Fall, dass sich jemand in der Hitze übernimmt. Man sollte das nicht unterschätzen – uns war es zu heiß, wir sind nicht bis oben gekommen, schade: direkt unter dem Dach in luftiger Höhe befindet sich eine scheinbar frei schwebende Plattform, von der aus man das ganze Regenwald-Biom überblickt. Wir haben uns an den Schildern entlang des Weges über die ökologischen Zusammenhänge informiert, Schutz vor einem tropischen Regen in der Hütte gesucht und sind schwankend über die grandiose Hängebrücke gelaufen und haben Eindrücke hiervon im Video (weiter unten) festgehalten. Sehr genossen haben wir den Baumwipfelpfad, der sich durch das Regenwald-Biom schlängelt und immer wieder ganz besondere Ausblicke eröffnet.

The sky is the limit – hoch hinaus auf die Plattform im Regenwald Biom im Eden Project © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Tropische Vegegation mit Wasserlauf im Regenwald-Gewächshaus im Eden Project © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Trinkwasser-Brunnen und Kühlräume im heißen Regenwald © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Zwischen dem Regenwald-Biom und dem Mittelmeer-Biom liegt das Selbstbedienungs-Restaurant Eden Kitchen, in dem zu angemessenen Preisen politisch korrekte vegetarische Gerichte angeboten werden, wirklich richtig lecker – eine Empfehlung! Und der Kuchen erst – I love those Victoria Sponges……

Victoria Sponge im Eden Kitchen © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Vegetarisches Curry im Eden Kitchen: Aubergine, Bohnen und Linsen mit Mango Chutney, Vollkornreis und Salat der Saison © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Nach der Stärkung geht es ins Mediterrane Gewächshaus, wo einen warmes und trockenes mediterranes Klima empfängt. Auch hier kann es sehr heiß werden, wenn die Sonne auf das Gewächshaus scheint. Olivenhaine und südfranzösische Gartenbeete, Terrakotta und Geranien – hier kommt ganzjährig echtes Sommerfeeling auf. Ein mediterranes Restaurant lädt zum Verweilen ein.

Im Mediterranen Biom im Eden Project © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Ganzjährig Urlaub im Süden im Mediterranen Gewächshaus im Eden Project © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

The Core

Nach einem Bummel durch das Mittelmeer-Biom sollte man sich unbedingt noch „The Core“ ansehen. Dort hat mich besonders die Riesenskulptur „The Seed“ von Peter Randall-Page fasziniert. Die Form strebt zum Himmel und trotz seiner 70 Tonnen scheint der Koloss zu schweben, ihn umgibt eine beinahe heilige Aura.
Ab Mai 2018 findet in den Räumlichkeiten von „The Core“ die Ausstellung „Invisible Worlds“ statt.

Der Ausgang führt wiederum durch das Besucherzentrum und zwangsweise durch den riesigen Souvenirshop – auch hierfür sollte man noch Zeit einplanen.

Die P&R Busse bringen die Besucher zurück zum Parkplatz und melden per Haltestelle den Bildcode (z.B. „Giraffe“).

 

Reisevideo über das Eden Project

Ein Reisevideo über das Eden Project: es geht durch die Outdoor Gardens, vorbei am Eden Kitchen zunächst in das Regenwald Biom. Sie sehen den Baumwipfelpfad, erleben das Gewächshaus von innen und sehen tropischen Regen, kleine Wasserfälle und die Hängebrücke. Die Gartentour geht weiter in das Mediterrane Biom und endet bei der Skulptur „The Seed“ im Gebäude „The Core“.

Reisevideo Eden Project in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns für travelstories-reiseblog.com

Tipps für den Besuch vom Eden Project – Besucherinformationen

Anreise und Parken Eden Project
Von Exeter und Plymouth aus ist das Eden Project bereits ausgeschildert. Im Navigationssystem geben Sie bitte die Postleitzahl „PL24 2SG” an. Der Parkplatz ist kostenlos und sehr groß. Für Elektroautos stehen Ladestationen zur Verfügung. Kostenlose Park and Ride-Busse bringen Besucher zum Eingangsbereich des Eden Project. Wichtig: Merken Sie sich unbedingt den Bild-Code Ihres Parkbereiches für die Rückfahrt mit dem P&R-Bus, damit Sie wissen, wo Sie aussteigen müssen.

Öffnungszeiten und beste Besuchszeit
Die Öffnungszeiten des Eden Project variieren je nach Jahreszeit, es lohnt sich jedoch, früh zu kommen. Planen Sie einen ganzen Tag Besuchszeit ein, das Gelände ist sehr weitläufig. Besonders in den Schulferien kann es zu großem Besucherandrang kommen.

Eintrittspreise Eden Project
Die Eintrittspreise entsprechen in etwa den Preisen von Freizeitparks:
Erwachsener ab 25 Pfund, Familien (2 Erwachsene, 2 Kinder) ab 64 Pfund.

Planen Sie Ihren Besuch und prüfen Sie bitte Öffnungszeiten und Eintrittspreise auf der Webseite des Eden Project: www.edenproject.com.

Webseite Eden Project mit Informationen auf Deutsch: http://www.edenproject.com/visit/before-you-visit/deutsch

Stichworte: Touristenattraktion in Cornwall, Gärten in Südengland, Reisebericht Eden Project mit Informationen auf Deutsch

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© Fotos,Texte und Video: Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

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4 Comments

  • Jutta sagt:

    Den Ort würde ich wirklich gerne einmal besuchen! Als wir zuletzt in Cornwall waren, war ich nicht richtig informiert und habe das Ganze als „Touri-Nepp“ abgetan. Das habe ich schon bald bereut. Jetzt noch mehr! Klasse Bericht! Liebe Grüße, Jutta

  • Sabine sagt:

    Mindestens einen ganzen Tag solltest Du für das Eden Project auf jeden Fall einplanen, Jutta!

  • Ingrid sagt:

    Ein wirklich tolles Projekt! Sehr schön und informativ geschrieben.

  • Sabine sagt:

    Danke Ingrid! Das Eden Project ist auf jeden Fall eines der Highlights in Cornwall für alle, die sich für Natur, Garten und Ökologie interessieren.

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