Die Sanday Experience – ohne bucket list ganz entspannt im Nichts

– Ein Reisebericht über einen Tagesausflug auf die Orkney Insel Sanday mit der „Sanday Experience“.

Die Orkneyinsel Sanday

Während eines Urlaubs auf den Orkneys lohnen sich Ausflüge auf die kleineren Inseln jenseits der Hauptinsel Mainland. Die Nordspitze der Orkneyinsel Sanday liegt etwa auf der geographischen Breite von Südgrönland. Von 70 Orkneyinseln sind 20 bewohnt und Sanday ist eine davon. Sanday bedeutet „Sandinsel“ und rühmt sich den „schönsten Sandstrand der Orkneyinseln“ zu besitzen. Überflüssig zu erwähnen, dass sich hier nur ganz Abgehärtete mit Neopren-Anzug ins Wasser wagen. Neben ganz viel Wind, Weite, Natur und Stille gibt es noch einen vertikal weiß-schwarz gestreiften Leuchtturm (Start Point Lighthouse), eine rekonstruierte archäologische Fundstätte (Sanday’s Burnt Mound), das liebevoll eingerichtete Bauernhaus Museum, ein Infocenter (Heritage Centre) und das Heilsa Fjold Community Gemeindezentrum.

Allesamt Attraktionen, die man kaum auf einer trendigen bucket-list (Reisewunschliste) finden wird. Und gerade deshalb ist es hier interessant. Wer sich die Zeit nimmt, die Orkneyinseln zu bereisen, sollte nicht allein auf der Hauptinsel Mainland verharren, sondern mindestens eine der anderen Inseln besuchen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was es wirklich bedeutet, auf einer Insel zwischen Nordsee und Nordatlantik zu leben. Wie es sich anfühlt, auf eine Fähre angewiesen zu sein. Um Verständnis dafür zu entwickeln, wie wichtig ein Gemeindezentrum als Treffpunkt sein kann und welch eine wertvolle Errungenschaft ein kleines öffentliches Schwimmbad, ein winziges Museum, ein einfaches Café oder eine Lebensmittelladen-Kooperative bedeutet. Kurzum: die Exotik ist hier keine bestimmte Attraktion, sondern das Inselleben als solches.

Wir machen uns also an einem verregneten Morgen auf den Weg zur Fähre in Kirkwall. Eine halbe Stunde vor Abfahrt habe ich sicherheitshalber eine Reisetablette genommen, die See ist ein wenig rau und ich bin anfällig für Seekrankheit. Pünktlich um 10.10 Uhr verlässt die 45 m lange MV Earl Thorfinn den Hafen. Sie fasst bis zu 190 Passagiere und 22 Autos und ist nach einem orkadischen Grafen des 10. Jahrhunderts benannt, der eine wichtige Rolle in der Orkneyinga Saga spielte und auch den Beinamen “Skullsplitter – Der Schädelspalter” trägt. Willkommen in Wikingerland!

Übersichtskarte Orkney Inseln ©Sabine Mey-Gordeyns

Übersichtskarte Orkney Inseln – die rote Linie führt nach Sanday ©Sabine Mey-Gordeyns

Kirkwall - von hier legt die Fähre nach Sanday ab ©Sabine Mey-Gordeyns

Kirkwall – von hier legt die Fähre nach Sanday ab ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

MV Earl Thorfinn im Hafen von Kirkwall ©Sabine Mey-Gordeyns

MV Earl Thorfinn im Hafen von Kirkwall ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Mit Orkneyferries von Kirkwall nach Sanday

Diese Fähren sind keine Ausflugsboote für Touristen sondern reguläre Verkehrsmittel die auch in rauen Winterstürmen zuverlässig ihren Dienst verrichten. Der Kapitän wird hier Master genannt und ist so ungefähr das Gegenstück zum sanft dreinblickenden Traumschiff-Schönling: er ist klein und gedrungen, trägt einen marineblauen Wollpullover, die Ärmel sind hochgezogen und geben den Blick auf ein Tattoo auf dem Unterarm frei.

Nachdem man Fuß auf die schwankende Fähre gesetzt hat, führt der Weg zunächst an einer fensterlosen Cafeteria mit Neonlicht im Bauch des Schiffes vorbei. Dort sind Schalensitze und Tische fest montiert – das taugt auch bei starkem Seegang. Diese Caféteria ist jetzt im Mai, in der Vorsaison, noch nicht bewirtschaftet und strahlt etwa den Charme eines Operationssaales aus. Sehr schmale und steile Stufen wie in Amsterdamer Grachtenhäusern führen weiter nach oben in den Passagierraum. Schmale Sitzbänke mit abwischbarem braunem Kunstlederbezug stehen bereit, ebenso ein Münz-Kafeeautomat und Toiletten. Auf einem Notizbrett aus Kork wirbt ein vergilbter Flyer um Besucher für eine kostenlose Wildnisführung zur Vogelbeobachtungsstation auf der abgelegenen Insel North Ronaldsay.

Leider gibt es auch einen Fernseher und eine Fernbedienung. Einer der einheimischen Passagiere hat den Sky Channel eingeschaltet. Wir wollen auf eine einsame abgelegene Insel um dort in die Stille zu lauschen und müssen auf dem Weg dorthin die letzten Neuigkeiten über den FIFA-Korruptionsskandal und den Einzug der Queen mit Kutsche, Pomp und Zeremoniell in Westminster über uns ergehen lassen. Hätte ich doch bloß Ohrstöpsel mitgenommen! Draußen ist keine Alternative. Sobald wir Shapinsay passiert haben, schwankt das Schiff auf dem Stronsay Firth, Regen strömt traurig die Fenster herunter. 11.20 Uhr: stopover auf der Insel Eday, 11.30 Uhr: Ablegen von Eday, 11:40 Uhr: endlich Ankunft auf Sanday.

Wir verlassen das Schiff, Wind und Nieselregen schlägt uns ins Gesicht. Wir nehmen ein Windrad wahr, Lachsfarm- Accessoires liegen unaufgeräumt herum. Ist da vorne unser Inselbus? Kein Hinweis, kein Schild, niemand steigt zur Begrüßung aus. Wir müssen klopfen und fragen. „Steigt ein, das ist die Sanday eperience!“, murmelt der Chauffeur durch die halboffene Bustür.

Der Sanday Bus kutschiert die Gäste über holprige Straßen ©Sabine Mey-Gordeyns

Der Sanday Bus kutschiert die Gäste über holprige Straßen ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Atmosphäre auf Sanday ©Sabine Mey-Gordeyns

Atmosphäre auf Sanday ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Die Sanday Experience

Die Tourismus Initiative auf Sanday hat ein Exkursions-Paket geschnürt, welches es interessierten Reisenden einfach macht, an einem Tag die Insel zu erkunden: Die „Sanday Experience“ zum Preis von 32 GBP. Der Fahrpreis für die ca. 90-minütige Fahrt mit der Fähre von Kirkwall auf Orkney Mainland zum Loth Terminal auf Sanday kommt noch hinzu und schlägt mit ca. 17 GBP zu Buche. Pro Person kommt man also für diesen Ausflug auf 49 GBP, Stand 2015.

Insgesamt 5 Paare ab 60 (ich bin die Jüngste) sammelt der Chauffeur als Gäste ein und wir werden in das Heilsa Fjold Gemeindezentrum gefahren. Und ich weiß nicht, ob es an der Straße liegt oder am Fahrstil, jedenfalls schwankt es auf der Fahrt im Kleinbus fast noch mehr als auf der Fähre.

Im Community Center erwartet uns eine Überraschung: Insel-Urgestein Ranger Roderick Thorne begrüßt uns alle mit Namen (wie macht er das nur?) – und unterhält uns gleich in gepflegtem Englisch mit einigen Anekdoten aus seinem Rangerleben hier auf der Insel. Stolz zeigt er den exotisch gefiederten Vogel „Bee-Eater“ auf seinem Laptop.

Inselranger R. T. unterhält die Gäste ©Sabine Mey-Gordeyns

Inselranger a. D.  Roderick Thorne unterhält die Gäste ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Dann stellt sich endlich auch unser Kleinbus-Chauffeur vor: Andy ist vor 3 Jahren aus dem „Süden“ (damit meint er England) auf Sanday eingewandert und fast schon wieder auf dem Sprung (seine Frau will lieber in Italien leben). Und unser Guide für den Tag wird vorgestellt: Ean, der den Großteil seines Lebens auf einer Farm auf Sanday gearbeitet hat und uns deshalb als Insider und Inselführer ans Herz gelegt wird. Wenn wir doch nur besser verstehen würden, was Ean uns zu erzählen hat…er spricht mit sehr starkem orkadischen Akzent, wir verstehen leider nur maximal die Hälfte dessen, was er sagt. Obwohl – mit Verlaub und englischem understatement – unser Hörverständnis Englisch eigentlich ganz passabel ist.

Egal. Im Community Center ist es warm und trocken. Wir sitzen in einem offenen Raum und sind nicht alleine, über uns werden Tische geschoben, nebenan wird kommuniziert und aus der Küche klingt vielversprechend das Klappern von Besteck. Wir stellen fest: quirliges Leben im Gemeindezentrum, das ist sympathisch. Ranger Roderick setzt den DVD-Player an und zeigt den interessanten und sicherlich auch informativen Film „Sanday in Focus“. Er ist gut gemacht, Tom und ich müssen uns mit den Bildern begnügen, denn wegen der lauten Nebengeräusche ist das stark orkadisch gefärbte voice over leider auch beinahe nicht zu verstehen. Es geht irgendwie um Natur und Landschaft, Landwirtschaft, Geschichte, Archäologie und die schönen weißen Strände von Sanday. Sieht aus wie eine nette Insel, so auf der DVD.

Nebenbei gibt es ein „leichtes Mittagessen“, bestehend aus einer kleinen Portion schmackhafter Linsensuppe mit Mini-Brötchen, einem Schinken- ODER Käsesandwich und einer Tasse Kaffee oder Tee. Alles genau abgezählt.
Und dann geht’s los: Die Inselrundfahrt. Andy der Chauffeur fährt den Kleinbus. Guide Ean sitzt vorne neben ihm und es bleibt sehr schwierig, ihn zu verstehen. Wir kommen durch den Insel-Hauptort Kettletoft. Bei diesem grau-in-grau Wetter kann er nur traurig und heruntergekommen aussehen. Die Attraktionen sind eine Kirche und ein kleiner Laden.
Eine weitere Sehenswürdigkeit: Das Haus des Arztes – derzeit wird allerdings ein neuer Arzt gesucht, keiner weiß, ob es gelingen wird, hier die Erstversorgung aufrecht zu erhalten. Wo man schon keinen eigenen Pfarrer mehr hat. Die Lehrer werden meist eingeflogen, allerdings kann das bei Nebel auch schon mal ausfallen.

Wir fahren an einer kleinen Farm vorbei, wo mit einem kleinen Wagen von Hand Kartoffeln ins Feld gesetzt werden, trotz Schietwetter. Eine Seltenheit ist es geworden, dass hier Landwirtschaft in ganz kleinem Stil betrieben wird, das ursprüngliche crofting. Nach dem 1. Weltkrieg fehlten die Männer und danach wurde es nicht wieder aufgenommen.

Himmel, Strand und Meer - Sanday ©Sabine Mey-Gordeyns

Himmel, Strand und Meer – Sanday ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Inseltraum Sanday ©Sabine Mey-Gordeyns

Inseltraum Sanday ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Weitere Haltepunkte für den Kleinbus sind: eine kleine unspektakuläre Kirche, ein weißer wunderbarer Sandstrand, noch ein weiterer weißer spektakulärer Sandstrand. Wir lassen den feinen makellosen Sand durch unsere Finger gleiten und halten die Nase in den Wind. Der Kopf wird frei. Wir kommen zu dem Schluss, dass Sanday tatsächlich eine wunderschöne Insel ist, die man am besten bei Sonne genießt. Dann sind hier stundenlange Strandspaziergänge möglich oder das Stöbern im angespülten Strandgut auf der Suche nach den hübschen und begehrten groatie-buckies. Der Himmel, das Meer, der Strand, der Wind, die Stille – hier vereinigt sich alles zu einem Sehnsuchtsort, nach dem die Seele gestresster Großstädter verlangt.

©Sabine Mey-Gordeyns

Ganz entspannt auf Sanday – die Autoren ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Endlose Sandstrände auf Sanday ©Sabine Mey-Gordeyns

Endlose Sandstrände auf Sanday ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Blick auf das Start Point Lighthouse ©Sabine Mey-Gordeyns

Blick auf das Start Point Lighthouse ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Der Weg zum Leuchtturm ist wegen Bodenerosion für Fahrzeuge gesperrt ©Sabine Mey-Gordeyns

Der Weg zum Leuchtturm ist wegen Bodenerosion für Fahrzeuge gesperrt ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Ein weiterer Stopp vor dem Zugangsweg zum Start Point Lighthouse, welches nur über einen halbstündigen Fußweg zu erreichen ist. Na dann wenigstens ein Foto – klick. Und dann endlich ein Stopp vor dem Sanday Burnt Mound, einer Kochstelle aus der Bronzezeit. Viel ist davon nicht mehr zu sehen, da das Monument vom steigenden Seespiegel und der damit einhergehenden Erosion bedroht war und kurzerhand von der Archäologie-Kommission der Insel Sanday Stück für Stück zum Heritage Center transportiert wurde um es dort in alter Glorie wieder aufzubauen.

Original Fundstelle des Sanday Burnt Mound ©Sabine Mey-Gordeyns

Original Fundstelle des Sanday Burnt Mound ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Besuchergruppe am Sanday Burnt Mound ©Sabine Mey-Gordeyns

Besuchergruppe am Original Sanday Burnt Mound ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Gegen 16 Uhr erreichen wir den Heritage Center und besichtigen das kleine liebevoll restaurierte Bauernhaus, das „Croft Museum“. Hier kann man sich gut in die alte schwere Zeit einfühlen. Vorbei geht es an der wirklich sehenswerten Nachbildung des Meur Burnt Mound ins Heritage Center, einen Ausstellungsraum, in dem alles Mögliche zur Inselgeschichte versammelt ist.

 

Sanday's Burnt Mound - Kochstelle aus der Bronzezeit ©Sabine Mey-Gordeyns

Rekonstruktion Sanday’s Burnt Mound – Kochstelle aus der Bronzezeit beim Heritage Center ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

The Croft auf Sanday - ein kleines Museum zeigt das frühere Leben der Kleinbauern (Crofter) ©Sabine Mey-Gordeyns

The Croft auf Sanday – ein kleines Museum zeigt das frühere Leben der Kleinbauern (Crofter) ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Innenansicht des Croft auf Sanday ©Sabine Mey-Gordeyns

Innenansicht des Croft auf Sanday ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Liebevoll wurde das Inventar für das Croft Museum zusammengetragen ©Sabine Mey-Gordeyns

Liebevoll wurde das Inventar für das Croft Museum zusammengetragen ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Nachdem wir durch die Ausstellung streifen durften, warten im Nebenraum Tee und Eclairs auf uns.
Nach der Teatime wird die müde Gruppe zur Fähre kutschiert um 18 Uhr legen wir ab, um 19.30 Uhr sind wir zurück in Kirkwall.

Wir fahren hungrig nach Stromness und lassen uns im Ferry Inn die Hand Dived Scallops so richtig schmecken. Dazu gibt es ein zünftiges Bier von der Orkney Brewery, in diesem Fall „Skullsplitter“ – was sonst?

Bierflaschen mit Emblem der Orkney Brewery

Skull Splitter (Schädelspalter) Bier – benannt nach Thorfinn, einem Helden der Orkneyinga Saga ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Weitere Informationen zur Orkneyinsel Sanday:

Sanday Tourism Association

Sanday Community

Die aktuelle und interessante fb-page des ehemaligen Sanday Rangers Roderick Thorne

Informationen über die Exkursion „Sanday Experience“ inklusive einer Telefonnummer, bei der man die Exkursion buchen kann.

Ein Ausschnitt von ca. 5 Minuten aus dem genannten Video „Sanday in focus“ auf youtube:

Die Orkneyinseln im hohen Norden Schottlands eignen sich optimal als Abstecher für den Roadtrip #NorthCoast500.

Dieser Artikel wurde unterstützt von Orkney Tourism – VisitOrkney – vielen Dank!

Vielleicht interessiert Dich auch: Ein Besuch beim Tomb of the Eagles auf der Orkeyinsel South Ronaldsay oder das Interview mit Nick Card, dem Grabungsleiter am Ness of Brodgar auf Orkney Mainland.

© Foto und Texte: Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

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14 Comments

  • Jutta sagt:

    Ach, liebe Sabine, jetzt wollte ich ja nicht gleich das Bier kommentieren, aber bei einem „Skull Splitter“ kann ich nicht anders 🙂 Dass die Orkneys ganze 70 Insel umfassen hatte ich mir gar nicht vergegenwärtigt! Spannend. Ich bin immer wieder fasziniert vom Leben an entlegenen Orten. Was bei Sonnenschein wie eine Idylle aussieht, mit der sicher manch einer liebäugelt, ist nüchtern betrachtet eine ganz schön Anstrengung. Ja, was macht man, wenn es nicht gelingt einen neuen Arzt zu finden? Wenn ein Orkan wütet und die Fähren nicht fahren? Das ist nichts für Jammerlappen. Aber hin und wieder, so als kleine Flucht aus dem Hier und Jetzt sicher ein Traum! Herzliche Grüße, Jutta

  • Sabine sagt:

    Auch mich fasziniert das Leben an diesen entlegenen Orten sehr, liebe Jutta. Und die Menschen, die es meistern, die den Stürmen und Widrigkeiten Jahr ein, Jahr aus, trotzen. Die mit einer ausgebildeten Krankenschwester statt eines Arztes zufrieden sind und eine schwächelnde Internetverbindung in Kauf nehmen. Menschen, die stolz sind, Orkadier zu sein und deshalb auch locker das Bier „Schädelspalter“ vertragen!

  • Helmut sagt:

    sehr interessanter und informativer Reisebericht!
    Einige Beschreibungen und vor allem die Sätze „ganz viel Wind, Weite, Natur und Stille“ sowie „die mit einer ausgebildeten Krankenschwester statt eines Arztes zufrieden sind“, ist doch ein wenig verbunden mit einer Hallig.
    Freue mich auf weitere spannende Berichte, vor allem aus dem hohen Norden.
    Herzlichen Gruß von der Hallig Langeneß,
    Helmut

  • Sabine sagt:

    Hallo Helmut,
    es freut mich sehr, wenn mein Bericht Menschen wie Dich anspricht! Die Insel Sanday ist ja im Vergleich zu einer Hallig schon „gross“. Obwohl ich früher öfter an der Nordsee war, habe ich es noch nie auf eine Hallig geschafft. Das muß ich unbedingt nachholen, wenn ich mir deine Fotos so ansehe. Abgelegene Inseln faszinieren mich sehr! Herzliche Grüße vom holländischen Festland an die Hallig, Sabine

  • Gabi sagt:

    Also, auf meiner Bucketlist sind die Orkney Inseln definitiv mit drauf. Vielleicht sogar weil es da so wild, kalt und nass ist 🙂
    Toller Blogbeitrag!

    liebe Grüße

    Gabi

  • Sabine sagt:

    Danke Gabi! Ihr mögt es ja gerne ein wenig stürmisch, da sind die Wellen auch am schönsten und davon gibt es auf Orkney reichlich. Wenn Ihr zu Pfingsten reist, könnt Ihr euch zusätzlich auch noch von der Stimmung des Orkney Folk Festivals faszinieren lassen! Herzlichst, Sabine

  • Ich finde solche Biernamen ja herrlich! Irgendwie haben es die keltischen Nachfahren drauf und sind da wirklich erfinderisch. In Neufundland haben wir vor ein paar Jahren mal einen Wein serviert bekommen mit dem schönen Namen „Funky Puffin“. Nett, oder?

  • Sabine sagt:

    „Puffin“ ist bei der Orkney Brewery auch schon im Angebot gewesen…… Ich glaube, die Abgeschiedenheit setzt kreatives Potenzial frei!

  • Andreas sagt:

    Die Orkneyinseln sah ich nur aus seiner Ferne, als ich mit der „Smyrill“ nach Island fuhr. Ich habe dies Ecke als ziemlich stürmisch in Erinnerung. Denk die Inselgruppe ist ein wahres Fotografenparadies?

  • 70 Inseln, das ist ja der Wahnsinn! Das Exkursions-Paket klingt spannend, gerade wenn man sich einen ersten Überblick verschaffen möchte oder eben viele Inseln in der verfügbaren Zeit ein wenig kennenlernen möchte!

  • Sabine sagt:

    J, Andreas, bei schönem Wetter sind die Orkney Islands ein wahres (Fotografen) Paradies. Bei Sturm hilft dann nur noch ein Kamin und Folkmusic 🙂

  • Sabine sagt:

    Vor allem die Logistik ist auf den kleinen Inseln trickreich: es gibt so gut wie keine öffentlichen Verkehrsmittel, deshalb ist eine organisierte Exkursion optimal.

  • André sagt:

    Vielen Dank für euren ausführlichen Bericht. Ich plane gerade unsere nächste Rundreise und gerade zum fotografieren werden wir die Orkney Islands jetzt in jedem Fall mitnehmen! Danke und viele tollen neuen Eindrücke wünscht Euch André

  • Sabine sagt:

    Hallo André, auf den Orkney Islands wirst Du sicher sehr viele tolle Fotomotive finden!

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