Wachau Tipps für Urlaub, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele und Weingüter

Kellerschlössel Domäne Wachau © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Willkommen in der romantischen Wachau! Unsere Tipps für Urlaub in der Wachau und der kleine Wachau Reiseführer zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und den besten Weingüter in der Wachau im Flusstal der Donau zwischen Krems und Kloster Stift Melk in Niederösterreich.

Ob es ein Wochenende in der Wachau sein soll oder eine Weinreise in die Wachau – wir liefern Tipps für den Traumurlaub in der Wachau, z. B. Hoteltipps für die Wachau wie Übernachten beim Winzer oder Urlaub im Kloster.

Neben den Wachau Tipps für Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele wird es auf jeden Fall auch eine unterhaltsame Einstimmung auf die Auszeit in der Wachau. Wir erklären welche schwarze Katze sich bei den Kellergeistern im Weinkeller herumtreibt, was das Original Wachauer Laberl ist, warum der Grüne Veltliner auch schon zum Frühstück getrunken wird und weshalb in der Wachau alle dauernd über die Begriffe Steinfeder, Federspiel und Smaragd reden.

Die Wachau liegt in Niederösterreich nur 80 km westlich von Wien, steil abfallende Weingärten entlang der Donau kennzeichnen eine der spektakulärsten Weinbauregionen Europas. Das Gesamtensemble von Architektur, Natur und Kulturlandschaft mit den spektakulären Weinterrassen wurde 2001 zum Weltkulturerbe ernannt. Auch die historische Altstadt von Krems, Stift Göttweig und Stift Melk gehören dazu.

Sehenswürdigkeiten und Tipps für Ausflugsziele in der Wachau

Tipps für Krems an der Donau

Tipps für Ausflüge zu den Klöstern in der Wachau
Tipps für einen Ausflug zur Benediktinerabtei Stift Göttweig
Sehenswürdigkeiten und unsere Tipps für Dürnstein
Tipps für einen Ausflug zum Kloster Melk

Sehenswürdigkeiten und unsere Tipps für Spitz

Tipp für einen Ausflug in der Wachau – Schiffahrt auf der Donau

Tipps für Weingüter und Weinkellereien in der Wachau
Weinerlebnis Sandgrube 13 – Winzer Krems
Domäne Wachau Dürnstein
Weingut Pfeffel Dürnstein

Unser Tipp für ein Hotel in der Wachau: Gartenhotel Pfeffel

Hier geht es direkt zu unserem Video über Tipps und Ausflüge Wachau!

Tipps für Krems an der Donau

Die hübsche Universitätsstadt Krems ist die fünftgrößte Stadt Österreichs und gilt als „Tor zur Wachau“. Wer Städtereisen ohne Stress liebt, wird sich in Krems sehr wohl fühlen. 440 Objekte sind in Krems denkmalgeschützt und die Altstadt von Krems ist Bestandteil des “Weltkulturerbe Wachau”. Verwinkelte Altstadtgassen laden zwischen Steiner Tor und Simandlbrunnen zum Bummeln und Shoppen ein.

Tipp 1 für Krems: Shopping Bummel durch die Altstadt

Hier findet man noch inhabergeführte Geschäfte wie z.B. Irene’s Dirndl Liab, wo der dicke Kalmuck Stoff in traditioneller österreichischer Handarbeit zu klassischer oder moderner Trachtengarderobe verarbeitet wird.

Zauberhaft: Dirndl Liab’ (Dirndl-Liebe) in Krems © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Am Freitag Vormittag lädt der Bauernmarkt am Dreifaltigkeitsplatz zu kulinarischen Entdeckungen rund um regionale Spezialitäten ein. Von dort sind es nur zwei Minuten fußläufig zum Restaurant Marktspiel zwischen Pfarrplatz und Oberer Landstr.

Shopping entspannt in Krems © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Ein Eis geht auch bei Regen… © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Tipp 2 für Krems: Eine Stadtführung mit Austria Guide Christine Emberger

Christine Emberger ist in der Wachau geboren und führt mit Leidenschaft zu den Sehenswürdigkeiten in Krems und den Sehenswürdigkeiten der Wachau. Wir erfahren von ihr, dass Krems nur deshalb seine große Bedeutung als Handelsstadt erwerben konnte, weil Stein als Hafen und Lagerplatz diente. Im Mittelalter war es für über 50 Klöster und Stifte interessant, in Krems sogenannte Stiftshöfe zu unterhalten,  da dort ganz eigene Steuergesetze angewendet werden konnten. Unser Guide erweckt das Mittelalter zum Leben, indem sie das bunte Markttreiben des 14. Jh. der über 2.500 Händler in Krems vor unseren Augen entstehen lässt. Beinahe können wir den Duft der kostbaren Pfefferkörner erschnuppern, die dort einzeln verkauft wurden.

Krems bietet unterschiedliche Stadtführungen und es fällt schwer, sich weiterhin zwischen der Genussstadtführung oder der Nachtwächterführung durch das mittelalterliche Krems zu entscheiden.

© Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Mittelalterliches Krems © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Tipp 3 für Krems: Der Dom der Wachau, Pfarrkirche St. Veit

Vor über 1.000 Jahren das erste Mal urkundlich erwähnt, steht St. Veit heute im Zentrum von Krems und dient als Pfarrkirche.

Neben den Altären gelten die Deckengemälde aus dem 18. Jh. von J .M. Schmidt (sogenannter Kremser Schmidt) als besonders beeindruckend.

St. Veit in Krems © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

St. Veit Innenansicht © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Tipp 4 für Krems: Gute Restaurants in Krems

Unsere Restaurant-Tipps für die Altstadt Krems an der Donau: Restaurant Marktspiel und Restaurant Hofbräu am Steinertor.

Restaurant Marktspiel

Das Restaurant befindet sich im geschichtsträchtigen Gögl-Haus, welches bereits um 1150 erstmals erwähnt wurde. Seit der Sanierung 1973 erstrahlen auch wieder die gut erhaltenen Wandmalereien im neuen Glanz. Bei schönem Wetter lässt es sich hier herrlich draußen sitzen, wenn es kühler ist, erwartet den Gast innen durchgestyltes urbanes Ambiente mit einem sehr raffinierten Licht- und Speisenkonzept. Von Frühstück bis Fine Dining bleiben keine Wünsche offen, besonders ansprechend ist das Quick Menü zu äußerst fairen Preisen in der Mittagszeit. Unser Rosé Frizzante war prickelnd, das Wiener Schnitzel vom Milchkalb sehr zart und die gebratenen Garnelen in Chili-Knoblauch raffiniert. Als Dessert hatten wir hervorragendes Gebäck von der Konditorei Raimitz, die auf eine bereits 100-jährige Historie zurückblicken darf. Kurzum: Marktspiel in Krems, the place to be und unser Restaurant-Tipp für Krems zu jeder Tageszeit.

Restaurant Marktspiel Krems – im Sommer auf der Terrasse sehen und gesehen werden © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Mittagsmenü zu fairen Preisen im Restaurant Marktspiel Krems © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Restaurant Marktspiel Krems © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Die große Auswahl an Wein und Sekt spiegelt die Verwurzelung in der Weinregion wider © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Urban: Restaurant Marktspiel Krems © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Typisch österreichische Küche (Schnitzel) trifft auf Mittelmeerküche (Garnelen mit Chili) © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Kuchen kommt der Traditionsbäckerei Raimitz – so gut! © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Restaurant Hofbräu am Steinertor

Mitten in Krems, direkt am Eingang zur Fußgängerzone am Steinertor, trifft beim Hofbräu am Steinertor bayerische Braukunst auf niederösterreichische Gemütlichkeit. Im Ausschank sind Biere der Brauerei Hofbräu München, aber ebenso natürlich Weine aus Österreich mit dem Schwerpunkt Kremstal und Wachau. Entsprechend gilt bei den Speisen auch: Bavaria meets Austria – das Beste aus beiden Küchen.

Wir probierten einen wirklich ausgezeichneten Zwiebelrostbraten sowie einen tadellosen Zander mit Gemüse. Der Service war freundlich und umsichig. Besonders im Sommer ist der zauberhafte Biergarten unter schattigen Kastanien ein beliebter Treffpunkt, auch für Einheimische. Eine absolute Empfehlung.

Hofbräu mit Biergarten direkt am Steinertor © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Zwiebelrostbraten © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Schattiger Biergarten für heisse Tage © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

 

Tipp 5 für Krems: Winzer Krems

Mindestens 2-3 Stunden Zeit sollte man sich nehmen, um sich mit der Weinkultur des angrenzenden Kremstals bei den Winzern Krems an der Sandgrube 13 vertraut zu machen. Hier wartet eine echte Weinerlebnis-Führung mit Infotainment und Verkostung auf. Unsere Erfahrungen beim Besuch der Winzer Krems s. weiter unten (Tipps für Winzer, Weingüter und Weinkellereien in der Wachau).

Eingang zur Vinothek und Führung Winzer Krems © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Tipp 6 für Krems: Kunstmeile

Kunstliebhaber steuern die Kunstmeile Krems an: Insgesamt 8 Institutionen bieten Kunstgenuss auf hohem Niveau, beispielsweise die Kunsthalle Krems oder die Landesgalerie Niederösterreich.

Wachaubahn

Nach einem Aufenthalt in Krems könnte man die Reise etwa mit der Wachaubahn entlang der Donau bis Melk fortsetzen oder ganz gemütlich mit dem Schiff auf der Donau –  siehe auch weiter unten.

Infos zum Besuch von Krems: Mit der Bahn von Wien eine gute Stunde Fahrt. www.Krems.info

Tipps für Ausflüge zu den Klöstern in der Wachau

– Tipps für einen Ausflug zur Benediktinerabtei Stift Göttweig

Nur 10 km von Krems entfernt erhebt sich majestätisch das Kloster Göttweig über den Weinbergen. Das UNESCO Weltkulturerbe beherbergt eine aktive Klostergemeinschaft von 41 Mönchen und ist ein absolutes Must-See in der Wachau.

Stift Göttweig über den Weinbergen © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Die Stiftskirche steht allen Besuchern offen, für das Museum und den Kaisertrakt wird Eintritt verlangt. Im gut sortierten Klosterladen wird auch der Wein aus Göttweig verkauft, von der Terrasse des Stiftsrestaurants eröffnen sich fantastische Ausblicke auf die Wachau.

Das Klosterweingut Göttweig produziert den eigenen Messwein – aber nicht nur diesen © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Deckengemälde im Kaisertrakt: Apoll vertreibt mit seinem Musengefolge die dunklen Zeiten © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Restaurant Göttweig: Das Stiftsrestaurant Göttweig bietet eine grandiose Aussichtsterrasse mit atemberaubendem Panoramablick in das Donautal und die Wachau.

Panorama-Ausblick von der frei zugänglichen Terrasse vor dem Stift Göttweig © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Übernachten im Kloster/ Hotel im Kloster: Für Übernachtungen bietet Stift Göttweig vom einfachen Pilgerzimmer für Jakobswegpilger bis hin zum Genießerzimmer insgesamt 64 Gästezimmer.

Parken Stift Göttweig: Es stehen mehrere Großparkplätze zur Verfügung.

Eintritt: 8 Euro für Erwachsene, www.stiftgoettweig.at

Stift Göttweig gehört zum Klosterverbund Klösterreich, dort entdecken Sie noch mehr interessante Klöster.

Sehenswürdigkeiten und unsere Tipps für Dürnstein

Dürnstein in der Wachau – umgeben von Weinbergen, direkt an der Donau gelegen. Im Hintergrund die Burgruine Dürnstein. © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Ausflugsziel Wachau: Stift Dürnstein
Der blaue Glockenturm der Stiftskirche des 1410 gegründeten Klosters Stift Dürnstein gilt als eines der Wahrzeichen und Highlights der Wachau. Dieses Barockjuwel liegt direkt an der Donau und neben dem Schloss Dürnstein, die Lage könnte kaum pittoresker sein. Die Donauschiffe legen unmittelbar unterhalb des Stiftes an.

Stift Dürnstein liegt direkt an der Donau und gilt als eines der Wahrzeichen der Wachau © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Es lohnt sich unbedingt, dieses Barockjuwel näher in Augenschein zu nehmen, der Eintrittspreis inkl. Führung liegt bei ca. 10 Euro. Auf der Suche nach dem Schönen, Wahren und Guten können nicht nur Christen Inspiration finden. Es geht um die “Entdeckung des Wertvollen” – so der Titel der Dauerausstellung, die wirklich interessant, inspirierend und interaktiv aufgebaut ist. Im Stiftshof steht ein spektakulärer Selfie-Spiegel, so kann der Stiftsbesuch gleich medienwirksam auf Instagram oder facebook in Szene gesetzt werden.

Elisabeth Glatzenberger im Gewölbe, 300 Farben Blau – Selfiespot im Stiftshof Dürnstein © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Das “Gute” wird in der gotischen Säulenhalle thematisiert, das “Schöne” beim blauen Kirchturm – meinem absoluten Highlight in Dürnstein. Dort geht es ganz tief into the blue – 300 Blautöne laden zum Staunen ein und zur Entdeckung des Farbtons Smalteblau. Für den damaligen Bauherrn Propst Hieronymus Übelbacher war nur das Wertvollste gut genug: Blau war in der Barockzeit der teuerste Farbstoff und es musste dann schon Smalteblau sein. Dies besteht aus gemahlenem Kobalt und ergibt das himmlische, durchscheinende blau, welches den Kirchturm in Dürnstein so himmlisch entrückt erscheinen lässt. Auf der Donauterrasse am Fuße des Kirchturms bieten sich faszinierende Blicke auf Kirchturm und Donau.

Wertvolles entdecken: Unterwegs zum Wahren, Schönen, Guten in der inspirierenden Dauerausstellung © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Spektakuläre Ansichten des blauen Turms der Stiftskirche Dürnstein sowie Ausblicke auf Donau und Wachau erlebt man beim Rundgang durch Stift Dürnstein © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Über das “Wahre” – ein faszinierende Nachbildung des Tabernakels der Stiftskirche Dürnstein gelangt man schliesslich in den Innenraum der Stiftskirche mit prachtvoller barocker Ausstattung.

Dauerausstellung Stift Dürnstein: Elisabeth Glatzenberger von der Kultur- und Tourismusabteilung erläutert die Exponate © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Stiftskirche Dürnstein, Innenansicht © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Infos zu Öffnungszeiten, Eintritt und Veranstaltungen Stift Dürnstein:
Bis Ende Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Führungen jeweils um 11 und 14 Uhr.
www.stift-duernstein.at  – Über Stift Herzogenburg ist Stift Dürnstein ein Teil des Klosternetzwerkes Klösterreich.

Burgruine Dürnstein
Die Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert durch die Schweden zerstört. Zur Romantik der Ruine trägt die Sage um den englischen König Richard Löwenherz bei, der hier mutmaßlich gefangen gehalten wurde und gegen ein hohes Lösegeld befreit wurde. Etwa 20 Minuten benötigt man für den Aufstieg und wird mit einem wunderschönen Ausblick belohnt. Die Burgruine Dürnstein ist ganzjährig geöffnet und frei zugänglich.

Altstadt Dürnstein
Die mittelalterliche Altstadt von Dürnstein ist geprägt durch historische Gebäude. Der malerische Innenhof des Rathauses im Renaissance-Stil ist sehenswert. Das östliche Stadttor – Kremser Tor – besitzt einen viergeschossigen Turm.

Bei einem Bummel durch Dürnstein sollte man unbedingt eine Pause bei der Traditionsbäckerei Schmidl einlegen, dort wird das berühmte original „Wachauer Laberl“ gebacken, ein besonders luftig-knuspriges Brötchen. Die Wachauer Laberl sind in der Umgebung allgegenwärtig und werden gern zur Weinverkostung gereicht.

Das echte original Wachauer Laberl vom Schmidl in Dürnstein mit dem S auf der Unterseite © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Vintage-Chic im Café der Bäckerei Schmidl © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Fußgängerzone in Dürnstein © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Romantisches Dürnstein in der Wachau. Links der Innenhof des Alten Rathauses. © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Zauberhaftes Dürnstein in der Wachau © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Domäne Wachau
Eines der absoluten Highlights in Dürnstein ist das Weingut Domäne Wachau, welche im Rahmen einer Kellerführung und Weinverkostung besichtigt werden kann. Ausführliche Infos zum Besuch der Domäne Wachau weiter unten (Tipps für Winzer, Weingüter und Weinkellereien in der Wachau).

Heurige in Dürnstein
Wein verkosten in Dürnstein kann man natürlich auch in den vielen Heurigenlokalen, der Heurigenkalender gibt Auskunft über die aktuellen Öffnungszeiten.

Hoteltipp Dürnstein
Unser Hoteltipp für Dürnstein: 4-Sterne Gartenhotel und Weingut Pfeffel, wohnen direkt beim Winzer. Mehr Infos darüber weiter unten im Artikel.

Wunderschöne Wachau! Der Ausblick auf die Donau vom Balkon eines Zimmers im Gartenhotel & Weingut Pfeffel © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Parken in Dürnstein: Die Parkplätze liegen außerhalb des Dorfes und sind kostenpflichtig.

– Tipps für einen Ausflug zum Kloster Melk – Stift Melk

Imposant erhebt sich Stift Melk oberhalb der Donau im Weltkulturerbe Wachau. Der heutige Barockbau wurde im 18. Jahrhundert errichtet und gilt als Meisterwerk seines Stils. Bereits seit über 900 Jahren findet benediktinisches Leben auf dem Hügel statt, 27 aktive Mönche führen aktuell diese Tradition fort.

Ostfassade Stift Melk © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Das Gelände ist weitläufig, den Besucher beeindruckt das Ensemble bereits auf dem Weg vom Parkplatz über die Gärten zu den mächtigen Schutzbasteien, die das Portal umrahmen, durch welches man die Anlage betritt. Die Highlights für einen Besuch sind umfangreich, so dass man dort einen ganzen Ausflugstag verbringen kann. Für die Besichtigung von Prälatenhof, Museum, Marmorsaal und Bibliothek sollte man genug Zeit einplanen.

Stiftsbibliothek in Melk © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Fischgericht im Stiftsrestaurant Melk © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Die Teilnahme am Mittagsgebet der Mönche um 12 Uhr und der Stiftskirche gibt Möglichkeit zum ausruhen, bevor man eventuell danach im Stiftsrestaurant etwas zu sich nimmt.

Für den Nachmittag bietet sich ein Rundgang durch Stiftspark und Paradiesgarten an.

Stiftsgarten Melk © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Paradiesgarten mit Kräutern im Stift Melk © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Das Parken auf dem Besucherparkplatz ist kostenlos für jene, die eine Eintrittskarte für den Stiftsbesuch kaufen. Sobald man eine Eintrittskarte erwirbt, wird das Parkticket entwertet.

Informationen für den Besuch von Stift Melk
Preise: Einzelticket Standard mit Führung 16 Euro, Familienkarte mit Führung 32 Euro.

https://www.stiftmelk.at/

Weiterlesen: zu unseren ausführlichen Tipps für einen Ausflug zum Stift Melk und Highlights Stift Melk.

Sehenswürdigkeiten und unsere Tipps für Spitz

Spitz im Herzen der Wachau ist umgeben von Weingärten, Weingütern und Heurigen. Der 1000-Eimerberg ist das eindrucksvolle Wahrzeichen des Ortes und zählt unter Weinkennern als Toplage (Riede). Ca. 1000 Eimer Wein sollen regelmäßig von diesem Berghang geerntet worden sein, wobei ein Eimer in etwa 56 Litern entspricht. Die Riede 1000-Eimerberg wird aktuell von ca. 12 Winzern bewirtschaftet.

Klosterhof Spitz: Historisches Restaurant mit Vinothek und Anlegestelle

Die Ursprünge des historischen Gebäudes reichen bis ins 12. Jh. zurück. Bis zum 15. Jahrhundert gehörte der Klosterhof als „Lesehof“ zum Stift Göttweig und somit zum bischöflichen Besitz Passau. 2009 kaufte ein Passauer Bürger das Anwesen und nach 3-jähriger behutsamer Restaurierung erstrahlt das imponierende Ensemble seit 2012 wieder in neuem Glanz. 2015 kam eine eigene Schiffsanlegestelle an der Donau hinzu.

Während einer Weinverkostung wird Restaurant Managerin Birgit Kronister Sie gerne durch die historischen Räumlichkeiten des Klosterhof Spitz führen. Zu entdecken gibt es den Felsenkeller, den Ordenskeller mit Kapelle, Taufbrunnen und Donaubrunnen sowie die modern illuminierte Vinothek. In der Vinothek wird ein breit gefächertes Sortiment aus verschiedenen Weinregionen angeboten, besonders hervorgehoben werden jedoch die Weine lokaler, familienbetriebener Weingüter aus Spitz. Im alten Pressraum befindet sich jetzt ein großes Restaurant, mein Lieblingsplatz ist jedoch eindeutig der romantische Innenhof und dort die Ecke, wo Blätter und Trauben drei über 100 Jahre alter Rebstöcke Schatten spenden.

Wachau – Restaurant und Weinwelt im Klosterhof Spitz © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Historisches Kellergewölbe im Klosterhof Spitz © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Die Trauben fallen einem quasi in den Mund im lauschigen Innenhof des Klosterhofes Spitz © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Illuminiert: Vinothek im Klosterhof Spitz © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Die Speisekarte des Restaurants Klosterhof Spitz ist geprägt von der traditionellen österreichischen Küche mit regionalen Zutaten und Wachauer Akzenten.

Deftiges Blunzngeröstel (gebratene Blutwurst, gebratene Kartoffeln) mit Spiegelei und Speck-Krautsalat finden sich ebenso auf der Speisekarte wie das Wiener Schnitzel (vom Schwein) oder ein Gemüserisotto für Vegetarier.

Wir bestellen den spritzigen Hauswein Grünen Veltliner Federspiel Klosterhof 2020 und probieren als Vorspeise die schmackhafte Sauerampfersuppe mit kleinen Semmelknödeln. Als Hauptspeise kommt das knusprige kleinteilige Backhendl mit Petersilerdäpfel (Petersilienkartoffeln) sowie das Forellenfilet in kreativer Mandel- Kürbiskernpanade auf Saffranrisotto. Die Portionen sind äußerst üppig, so dass wir uns das fruchtige Dessert Klosterhofstrudel mit Herbstfüllung (Topfen, Apfel und Trauben) nur noch teilen können.

Die Speisen sind sorgfältig zubereitet, schmackhaft und liebevoll angerichtet. Die Küche wurde auch 2022 wiederum mit einer Gabel bei Falstaff ausgezeichnet.

Hervorragend und kreativ: Sauerampfersuppe mit kleinen Semmelknödeln © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Üppig: Backhendl, Forellenfilet in Mandelkürbiskernpanade auf Saffranrisotto und zum Dessert Klosterhofstrudel mit Topfen, Apfel und Trauben (von links) © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Weitere Informationen zum Restaurant Klosterhof Spitz und zu den Öffnungszeiten: klosterhof-spitz.at/

Ein wunderschöner Weg durch eine Nussbaumallee führt vom Klosterhof Spitz hinunter zur Anlegestelle. Die Bedeutung der Donauschiffahrt für die Wachau lässt sich im Schiffahrtsmuseum Spitz erkunden.

Tipp für einen Ausflug in der Wachau – Schiffahrt auf der Donau

Genuss am Fluss – Brandner

Dieser Ausflug in der Wachau ist ein absolutes „must-see“: mit dem Schiff MS Austria durch das Weltkulturerbe Wachau – einfach ein Traum. Denn auf keine andere Art und Weise lässt sich die Schönheit der Wachauer Natur- und Kulturlandschaft so einfach und entspannt vom Logenplatz aus entdecken.

Mein Tipp: Die kleine Wachau-Rundfahrt auf der Donau ab/bis Krems über Spitz, Dauer ca. 2 ¼ Stunden.

Die Innenräume des Flussfahrtschiffes MS Austria präsentieren sich nüchtern-elegant, so dass alle Aufmerksamkeit auf das interessante Panorama gerichtet ist, welches außen majestätisch vorbeizieht und ab und zu vom Kapitän kommentiert wird. Von Krems aus geht es zunächst flussaufwärts gegen den Strom nach Dürnstein. Vom Schiff aus hat man den besten Blick auf das Wahrzeichen der Wachau, den blauen Glockenturm der Stiftskirche des Klosters Dürnstein mit der romantischen Burgruine Dürnstein im Hintergrund. Weiter durchpflügt die MS Austria die Donau Richtung Weißenkirchen und Spitz. An den Anlegestellen ist es sehr faszinierend zu beobachten, wie schnell die Fließgeschwindigkeit der Donau ist.

Fluss-Schiffahrt auf der Donau hat in der Wachau eine lange Tradition © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Der schönste Blick auf Stift Dürnstein mit der Burgruine im Hintergrund © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Donautraum: Mit dem Schiff unterwegs zwischen den Weinbergen in der Wachau © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Auf dem Sonnendeck draußen lädt eine stylishe Lounge zum Verweilen ein. Mit uns auf dem Schiff genießen Touristen und Familien diese wunderbare Fahrt. Auch Einheimische schätzen diese besondere Atmosphäre. An einem Tisch haben sich junge Damen zur kulinarischen Geburtstagsfeier versammelt, die vom Bordrestaurant ausgerichtet wird.

Weinzeit am Fluss

Wenn wir gerade einmal nicht gebannt durch die großen Panoramafenster auf den Fluss, die hübschen Orte oder Weinberge blicken, verkosten wir Wein. Unser Arrangement „Weinzeit am Fluss“ enthält ebenfalls 3 Gläser Wein (jeweils 1/16 ) sowie ein Original Wachauer Laberl. Wir verkosten vom Weingut der Schiffahrt Brandner:

– Frühroter Veltliner (Qualitätswein)
– Grüner Veltliner S Ried Kellerweingärten (DAC)
– Riesling S Ried Mugler (DAC).

Die Weine sind charakteristisch für die Wachau: spritzig und säurebetont. Durch die Buchung des Arrangements haben wir einen reservierten Platz mit Panoramablick – das könnte in der Hochsaison durchaus von Vorteil sein.

“Weinzeit am Fluss” bei Brandner Schiffahrt: Wein verkosten und die Aussicht geniessen © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Informationen zur Schifffahrt in der Wachau
Ein großer kostenpflichtiger Parkplatz befindet sich direkt in der Nähe des Ticketschalters der Brandner Schiffahrt am Welterbeplatz 1, Krems.

In der Hochsaison wird eine rechtzeitige Buchung empfohlen.

Die kleine Wachau-Rundfahrt Krems/Spitz/Krems kostet 25,00 Euro p. P. Getränke können im Bordrestaurant bestellt werden.
Das beschriebene Arrangement „Weinzeit am Fluss“ kostet 35,00 Euro p.P.

Routen, Fahrplan, Preise und Arrangements: www.brandner.at

Tipps für Weingüter und Weinkellereien in der Wachau

Welche Weingüter und Weinkellereien kann man in der Wachau besuchen? Unsere Tipps für Ausflüge zu Winzern, Wein und Kellerführungen in der Wachau!

Schon die Römer nutzten die sonnigen Hügel der Wachau für den Anbau von Trauben. Heute werden im niederösterreichischen Donautal zwischen Krems und Melk den steilen Terrassen Weltklasse-Weine abgerungen. Ca. 1.300 Hektar sind mit Reben bepflanzt.

 

Weinerlebnis Sandgrube 13 – Winzer Krems

Streng genommen gehört die Genossenschaft der Winzer Krems – Sandgrube 13 – nicht zur Weinregion Wachau, sondern zur Weinregion Kremstal. Viele Besucher werden auf ihrer Weinreise in die Wachau auch Krems besuchen, deshalb stellen wir die Winzer Krems in den Tipps für Weingüter in der Wachau ebenfalls vor.

Winzergenossenschaft Krems – Sandgrube 13 © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Etwas außerhalb von Krems liegt die Winzergenossenschaft Sandgrube 13 – Winzer Krems. 900 Winzer beliefern die Genossenschaft, die Trauben stammen zu 60% aus dem Gebiet zwischen Kremstal bis Stift Göttweig, die restlichen 40% auch aus den Weinregionen Wagram, Kamptal, Wachau und Niederösterreich. Zu 60% wird die Rebsorte Grüner Veltliner verarbeitet, der mit seinen Noten von Apfel und weißem Pfeffer zu einer der Lieblingsrebsorten der österreichischen Weingenießer zählt. 7 Mio Liter Wein pro Jahr werden hier produziert.

Wir buchen die Weinerlebnis-Führung um 10 Uhr und werden gleich am Anfang überrascht: Es geht ein paar Schritte hinaus in den Weinberg zur Hiata-Hütte, dort erhalten wir schon vormittags ein Glas Grünen Veltliner zur Einstimmung und Verkostung. „Bei uns gilt der Grüne Veltliner als idealer Frühstückswein, denn er passt einfach zu allem“, so bringt uns unser Weinguide die Mentalität der Weingegend nahe.

Unser Guide mit dem ersten Wein zur Verkostung © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Dann folgen anschauliche Erklärungen zu Rieden und Trockensteinmauern, den Sinn von Rosen vor Rebstöcken und Informationen zum mutmaßlich strengsten Weingesetz der Welt, welches nach dem Glykolwein-Skandal 1985 in Österreich erlassen wurde. Spätestens jetzt wird deutlich, dass sich in unserer Gruppenführung mindesten auch zwei Winzer befinden, deshalb geht es auch kurz um Insektizidverzicht und Pheromone im Bioweinanbau. Trotz Fachsimpelei bleiben die Erläuterungen von Sylvia Hick auch für Laien immer gut verständlich.

Im Weinberg auf dem Weg zu Hiata Hütte bei den Winzern Krems © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Die Trockensteinmauern speichern Wärme und sorgen für Biodiversität. Hier lebt auch die Smaragdeidechse, die den besten Weinen des Verbandes Vinea Wachau ihren Namen verleiht. © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

In den Innenräumen wird das Weinerlebnis mit allen Sinnen Wirklichkeit. Innerhalb der nächsten Stunde wird Weinwissen in bester Infotainment-Manier vermittelt. Ein multimediales Hörspiel im Keller 13, die nächste Weinprobe im Barriquekeller (Riesling von den Terrassen 2020), danach ein grandioser 3-D Weinfilm mit Duftkomponenten, eine weitere Weinverkostung in der Weingalerie (Blauer Zweigelt St. Severin 2020). An jeder Station wird vom Guide das Erlebte weiter vertieft und Fragen kompetent beantwortet.

Eingang zur Vinothek und Führung Winzer Krems © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Barriquefässer und Kunst bei den Winzern Krems © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Bevor wir am Ende in den Weinshop Sandgrube 13 entlassen werden, um einige der Köstlichkeiten zu erwerben, wird uns noch dringend ans Herz gelegt „Wein tut gut, aber die Dosis macht das Gift!“.

Die Führung bei den Winzern lohnt sich wirklich und macht richtig Freude.

Informationen zur Weinerlebnis-Führung bei den Winzern Krems
Parkplätze sind vor Ort vorhanden. Führungen um 10 Uhr und 14 Uhr, von Montags bis Samstags, in der Hauptsaison auch Sonntags und an Feiertagen.
3 Weinproben und ca. 1-stündige Führung, Preis 11,80 Euro. Auch im Winter geöffnet.
Tel. +43 (0)2732 85511-33, www.winzerkrems.at

Ein kleiner Insidertipp: Wir haben uns in der Vinothek eine 6-er Kiste verschiedener Weine zusammengestellt. Bisher getrunken haben wir den „Winzer Krems Sekt Haus Österreich Cuvée Riesling extratrocken“, die wir vor Ort für 6,72 Euro gekauft haben. Ein grandioser Sekt zu einem sagenhaften Preis-Leistungsverhältnis, von dem wir beim nächsten Mal sicher mehr kaufen würden.

Weingut Domäne Wachau in Dürnstein

Eine der besten Sehenswürdigkeiten in der Wachau ist sicherlich das Weingut Domäne Wachau direkt bei Dürnstein. Unterhalb des charakteristischen Kellerberges gelegen, laden die große Vinothek, das barocke Kellerschlössel und der sagenhafte Weinkeller zur Entdeckung ein. Die Domäne Wachau entsprang einst einem kirchlichen Weingut, bevor die Domäne Wachau als Genossenschaft gegründet wurde.

Zur Weingut- und Kellerführung mit Weinverkostung in der Domäne Wachau parken wir direkt am Ortseingang, gehen 300 m zu Fuß und melden uns in der Vinothek, dem Startpunkt der Führung.

Zunächst geht es ein kleines Stück in den Weinberg. Hier erklärt unser Guide Christoph Pichler, dass Kleinstparzellen zwischen Krems und Spitz von einem halben bis zu 2 Hektar von 250 Mitgliedswinzern in aufwändiger Handarbeit bewirtschaftet werden. Dazu zählen auch bekannte Rieden (Lagen) wie Achleiten, Kellerberg und Singerriedel. Beispielsweise werden die 2 Hektar der Riede Kellerberg von 9 verschiedenen Winzern bewirtschaftet. Bedingt durch die steilen Lagen müssen die Trauben in großen Butten von bis zu 60 kg zu Fuß den Berg hinunter getragen werden. Als Hauptrebsorten werden 20% Riesling und 70% Grüner Veltliner angebaut.

Mit dem Guide im Weinberg der Domäne Wachau © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Wir erfreuen uns am Rundgang durch das 300 Jahre alte, barocke Kellerschlössel, welches vom kunstaffinen Bauherrn Propst Hieronymus Übelbacher als „Ort frohen Weingenusses“ nach Plänen des Baumeisters Jakob Prandtauer errichtet wurde. Prandtauer zeichnete seinerzeit auch verantwortlich für das nahegelegene Stift Melk.

Kellerschlössel Domäne Wachau © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Das Innere des Kellerschlössels der Domäne Wachau ist reich verziert © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Vom Kellerschlössel aus steigen wir direkt hinunter in die barocken Kellergewölbe, die sich über eine Länge von 750 m unterirdisch bis zur Vinothek erstrecken. Sofort schlägt uns dieser herrliche Weinkellergeruch nach nassem Leder, Frucht- und Säurenoten entgegen.

Wir lernen etwas über die ausgefeilte Lese- und Transportlogistik der mit Mikrochips versehenen Kisten, die vom Weinberg zur Übernahmestelle transportiert und dann weiterverarbeitet werden. All dies erfolgt nach einem ausgeklügelten Zeitplan für die Weinlese, den der Kellermeister erstellt. Anschließend wird das Traubenmaterial gerebelt, gepresst und vinifiziert, dabei wird die Schwerkraft eingesetzt, um die Trauben möglichst schonend zu behandeln – ganz nach der Maxime des “Kontrollierten Nichtstuns”.

Im Kellergewölbe herrschen im Sommer und Winter konstant 10-12 Grad und gerade die optimale Feuchtigkeit: der schwarze Edelschimmel an den Kellerwänden, auch gerne „schwarze Katze“ genannt gilt als positiver Indikator für das genau richtige Lagerklima.

Schimmelpilz mit dem botanischen Namen Zasmidium cellare oder auch “schwarze Katze” © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Unser Weg führt vorbei an traditionellen Barriquefässern, glänzenden Edelstahltanks und zu einem sogenannten Backstage Keller, wo Tradition auf Moderne trifft und Weinexperimente in modernen Betoneiern und gigantischen Amphoren durchgeführt werden.

Auch Weinbrand wird hier aus Grünem Veltliner Federspiel destilliert, der Brandy XA22 reift 22 Jahre bis er sein volles Bukett erreicht.

In den weitläufigen Kellern der Domäne Wachau © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Verkostung und Weinprobe Domäne Wachau
Wie durch ein Wunder kommen wir durch den Keller wieder in der Vinothek an, wo wir unter kundiger Begleitung die Besonderheiten der Wachauer Weine verkosten dürfen. Unser Guide erklärt uns den strengen Qualitätskodex der Vinea Wachau (Vinea Wachau Nobilis Districtus) zu dem u.a. Herkunft, Handlese und naturbelassene Weinproduktion gehören. 200 Wachauer Winzer haben sich in diesem Verein zusammengeschlossen und dürfen ihre besten Weine je nach Alkoholgehalt und Charakter mit den Markennamen Steinfeder, Federspiel und Smaragd auszeichnen.

Links: Smaragd – die beste Qualität der Wachauer Vinea-Weine entlehnt den Namen dem Vorkommen der Smaragdeichse in den Trockensteinmauern. Mitte: Weinverkostung. Rechts: Federspiel – die mittlere Qualität der Wachauer Vinea-Weine erinnert an das Federspiel der Falkenjagd. © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Endlich geht es ans Verkosten! Wir probieren:
– Grüner Veltliner Steinfeder 2020, Gneis und Löss, Domäne Wachau
– Neuburger Federspiel 2020, Spitzer Graben, Domäne Wachau (91 Punkte Falstaff)
– Riesling Federspiel 2020, Ried Loibenberg, Domäne Wachau
– Grüner Veltliner Smaragd 2020, Ried Kirnberg, Domäne Wachau (93 Punkte Falstaff)
– Gemischter Satz Uralt Reben Smaragd 2020, Domäne Wachau (92 Punkte Falstaff)

Und zu den köstlichen Weinen erklärt Christoph Pichler warum bei manchen Flaschen ein Drehverschluss zum Einsatz kommt und bei anderen ein Korken. Fragt, welche Aromen wir herausschmecken können und ergänzt „Zitrus, Grapefruit, Limette“. Erläutert, wie die Bezeichnungen Steinfeder, Federspiel und Smaragd zustande kommen….

Ich könnte hier den Rest des Tages verbringen, Herr Pichler beherrscht die seltene Kunst der genau richtig dosierten Information.

Weinverkostung bei der Domäne Wachau: Drehverschlüsse für den baldigen Genuss, Korkenverschluss für eine etwas längere Lagerung © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Vinothek der Domäne Wachau © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Informationen für einen Ausflug zur Domäne Wachau

Vinothek (direkt am Weingut): A-3601 Dürnstein 107
April bis Oktober: Mo-Sa 10 bis 17 Uhr, November bis März: Mo-Fr 10 bis 17 Uhr, an Feiertagen geschlossen
Kellerführung und Verkostung
Von April bis Oktober – jeden Freitag und Samstag, Beginn 14 Uhr – Dauer ca. 1,5 Stunden – Start bei der Vinothek der Domäne Wachau
Anmeldung unter Tel. +43 2711 371 10, Preis pro Person € 15,- (inkl. Verkostung von 4 Weinen und Wachauer Laberl)
www.domaene-wachau.at/de/

 

Weingut Pfeffel Dürnstein

Das Weingut-Weinkellerei Pfeffel gehört zum Gartenhotel Pfeffel. Die Gastronomie des Hotels hat deshalb das Privileg, eigene Weine an die Gäste ausschenken zu können.

Wir treffen den Seniorchef Leopold Pfeffel, der sich mittlerweile auf seine Passionen im umliegenden Garten und den Weinbergen konzentriert.

Leopold Pfeffel vom Gartenhotel & Weingut Pfeffel aus Dürnstein © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Vor 30 Jahren begann Leopold Pfeffel mit dem Weinbau auf der benachbarten Ried „Flohhaxn“ und hat jeden Weinstock von Hand gepflanzt. Heute werden ca. 2 Hektar in großteils schwierigen Steillagen am Vogelberg bewirtschaftet. Neben den Wachauer Hauptrebsorten Grüner Veltliner und Riesling werden u.a. auch Muskateller und Muskat Ottonell angebaut. Moderne eigene Kellertechnik ermöglicht eine schonende Vinifizierung. Weine des Weinguts Pfeffel erhalten seit 2005 regelmäßig mehr als 86 Punkte bei Falstaff.

Weingärten der Familie Pfeffel © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Auch die Schnapsbrennerei hat es Leopold Pfeffel angetan. Neben einem interessanten Quittenbrand und den Bränden aus eigener Obstproduktion (Zwetschge, Apfel, Marille) experimentiert der Senior auch mit Innovationen, etwa einem Zirbenbrand, der noch in einem Honigfass nachreift. Die Aromen von Wald und Wiese in einem Brand vereint haben es mir angetan und sind wirklich etwas Besonderes.

Weine und Edelbrände können in der Hausbar oder Weinstube nach Voranmeldung verkostet werden, auf Wunsch „blind“, immer kompetent kommentiert. Auch informative Riedenwanderungen in den Weingärten oder „Weinlese“ sind buchbar.

Weinstube im Gartenhotel Pfeffel © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Informationen zum Weingut Pfeffel – Hotel beim Winzer
Zur Himmelsstiege 122, 3601 Dürnstein, Tel. +43 27 11 206, www.pfeffel.at

Unser Tipp für ein Hotel in der Wachau: Gartenhotel Pfeffel

Wohnen beim Winzer auf dem Weingut – typisch Wachau! Gleich neben dem Weingut Pfeffel liegt der über 2.000 m² große Garten des Gartenhotels Pfeffel. Der große Garten wird vom Seniorchef Leopold Pfeffel bewirtschaftet, deshalb kommen Gemüse und Obst erntefrisch im Hotelrestaurant auf den Tisch, genauso wie der Honig der Bienen und die Eier der Hühner. Das familiengeführte Hotel Pfeffel begann wie so viele Gastgeber in der Wachau vor 40 Jahren mit der Vermietung von einigen Gästezimmern und hat sich bis heute zu einem attraktiven 4-Sterne Hotel mit Genussrestaurant und Penthouse-Spa entwickelt. Das Hotel liegt günstig im Zentrum der Wachau bei Dürnstein und besitzt einen großen Hotelparkplatz, der im Zimmerpreis inkludiert ist.

Die Hotelzimmer im Hotel Pfeffel in der Wachau mit Donaublick

Von den 120 Zimmern bieten die meisten Zimmer Balkon mit traumhaftem Blick auf die Donau. Wir beziehen ein großzügiges Doppelzimmer der Kategorie Smaragd (ca. 40 m2), der Blick vom geräumigen Balkon auf die Donau und Richtung Dürnstein ist atemberaubend. Die Einrichtung ist klassisch aus hochwertigem Holz in warmen Farben gehalten. Das Bett ist ausgezeichnet, ein geschmackvoll gepolstertes Sofa mit 2 Stühlen lädt zum Verweilen im Zimmer ein. Der Grundriss des Zimmers ist wohlüberlegt aufgeteilt, Bad und WC liegen getrennt voneinander. Wirklich praktisch ist der offene begehbare Kleiderschrank im Eingangsbereich. Dieser ist vom Wohnbereich nicht einsehbar, hat sich mit genügend Platz auch für Koffer und Schuhe als äußerst funktional erwiesen und enthält -tatataaa- endlich einmal wirklich genügend Bügel!!!!!
TV, Mininbar, Klimaanlage sind selbstverständlich. Besonders hübsch: die Tasche mit Handtüchern und Schläppchen für den Spa-Bereich. Auch das Lichtkonzept ist zu loben, es sind genügend Lampen vorhanden. Freude bereiten auch die vielen Steckdosen zum aufladen der Akkus, Handys und Tablets.

Doppelzimmer Smaragd mit Balkon und Traumblick auf die Donau © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Genießer-Zimmer im Gartenhotel Pfeffel – immer etwas Besonderes! © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Der Traumblick auf die Donau vom Balkon des Gartenhotel und Weingut Pfeffel © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Ihr Herz schlägt für die Gäste: Karoline Pfeffel und Leopold Pfeffel © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Das Genussrestaurant im Gartenhotel Pfeffel
Das Frühstück wird im hoteleigenen, ansprechend gestalteten Genussrestaurant “Himmelsstiege” als umfangreiches Buffet präsentiert. Hier bleiben wirklich keine Wünsche offen, sowohl Genießer als auch ernährungsbewusste Gäste können aus einem breit gefächerten Angebot wählen: vom Winzersekt bis zum Gemüsesaft, von Frühstückscerealien bis zum Wachauer Mohnkuchen ist für jeden etwas dabei. Das frische Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, Eier von eigenen Hühnern, Ziegenkäse von eigenen Ziegen und Honig von eigenen Bienen – gesund soll es sein, so das Motto.

Mein Lieblingsfrühstück „typisch Wachau“ besteht aus den fantastischen noch warmen Wachauer Laberln (fluffig-knusprige Brötchen) vom Traditionsbäcker Schmidl mit hauseigener Marillenmarmelade oder Imkerhonig. Dazu einen köstlichen Melange – das Leben kann so schön sein. Bei schönem Wetter lädt die große Terrasse vor dem Restaurant mit Donaublick zum entspannten Genuss ein.

Lieblingsfrühstück: frisches Obst (teilweise aus dem Garten), Wachauer Laberl und Marillenkonfitüre des Hauses © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Mohnkuchen zum Frühstück © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Zum Abendessen wird ein „Genießermenü“ angeboten. Die Caprese mit Grilltomaten, die fruchtige Gazpacho sowie den gartenfrischen Salat holt man sich am Buffet, die herzhafte Rindsroulade mit Spätzle und Preiselbeeren wird am Tisch serviert. Zum Dessert wird Black & White Schokomousse gereicht.
Begleitend zum Essen verkosten wir einige Wachauer Weine des hauseigenen Weinguts Pfeffel, die von Alexander Pfeffel fachkundig ausgeschenkt und kommentiert werden. Prickelnder Rosé Sekt, frischer Grüner Veltliner Steinfeder, säurebetonter Riesling Federspiel und zum Abschluss fruchtig-süßer Eiswein 2017 – Weinliebhaber werden hier zu Weinkennern und können den Wein ab Hof gleich mit nach Hause nehmen. Nach dem Abendessen kann in der modernen Weinstube oder an der Hausbar weiter verkostet werden. Eine (Blind-) Verkostung der hauseigenen Schnäpse mit Franz Hofstätter ist ein großes Vergnügen, welches man sich nicht entgehen lassen sollte.

Elegant und gemütlich: Restaurant Pfeffel © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Pfeffel Wein, Pfeffel Schnaps und Pfeffel Sekt – das angeschlossene Hotel ist ein Genussparadies © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Italien trifft Österreich: Köstliche Antipasti und Rinderroulade mit Spätzle © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Wellness und Spa
Am nächsten Tag bietet sich Erholung im 1.200 m² großen Wellness Penthouse Spa an. Von den Ruhezonen im Innenbereich und dem ganzjährig beheizten Außenpool eröffnen sich erholsame Ausblicke auf die Schönheit der Wachauer Landschaft. In Solegrotte, Dampfbad, Bio Sauna, Finnischer Sauna und Infrarotsauna lässt sich wunderbar entspannen.

Luxus pur: ganzjährig beheizter Außenpool mit Blick auf die Donau und links das Wahrzeichen der Wachau, der Turm der Stiftskirche Dürnstein © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Im großen Spa-Bereich läßt es sich mit Blick auf die Donau herrlich entspannen © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Wellness und Entspannung mit Aussicht auf Dürnstein im Dachterrassen-Spa des Gartenhotels Pfeffel © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Die Gastgeber Karoline und Alexander Pfeffel scheinen den ganzen Tag allgegenwärtig, sind sehr freundlich und zuvorkommend ohne steif zu wirken – ein familiengeführtes Unternehmen at its best. Durch die Panoramalage an der Donau, die Naturschätze aus Weinberg und Garten im Restaurant und den Spa-Bereich ist das Hotel prädestiniert für Reisende mit hohen Ansprüchen an Komfort, Servicequalität und Genuss. Sie werden sich in diesem Hotel sehr wohl fühlen und finden genau das richtige Hotel für einen Urlaub in der Wachau, der hier zur Weinreise und Genussreise in die Wachau wird.

Informationen Gartenhotel und Weingut Pfeffel
Zur Himmelsstiege 122, 3601 Dürnstein,Tel. +43 27 11 206 www.pfeffel.at
Das Hotel ist Mitglied bei Genussreisen Österreich.

Das Rezept für den Mohnkuchen gibt es hier zum nachlesen!

Das ist ein redaktioneller Beitrag, der unter Umständen dennoch eine werbliche Wirkung entfalten könnte. Die Reise erfolgte mit freundlicher Unterstützung von Genussreisen Österreich und deren Partnern Gartenhotel & Weingut Pfeffel, Klosterhof Spitz und Brandner Schiffahrt. Weitere Partner: Winzer Krems, Klösterreich, Stadtmarketing Krems, Domäne Wachau.

Bei meinen Recherchen arbeite ich zum Teil mit Tourismusverbänden, Veranstaltern und Hotels zusammen. Auf Art, Inhalt und Umfang meiner Artikel hat dies keinen Einfluss, meine Meinung bleibt wie immer die eigene.

Noch mehr Österreich? Hier gibt es weitere Tipps für Urlaub, Kurzreisen, Gourmet- und Weinreisen in Österreich.

© Fotos,Texte und Video: Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

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