Ein Tag in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall

Die Lost Gardens of Heligan bei Mevagissey in Cornwall gehören zu den besten Top-10-Sehenswürdigkeiten in Cornwall und zählen zu den schönsten Gärten in Cornwall. Erst 1990 wurde dieser versunkene Garten wieder zum Leben erweckt.

Das weitläufige Gelände beherbergt unterschiedlichen Attraktionen wie den Dschungel mit Hängebrücke, den Küchengarten, die Gewächshäuser und den Bauernhof. Ein ideales Ausflugsziel in Cornwall für sowohl Gartenreisende als auch für Familien mit Kindern. Mit diesen Informationen und Tipps planen Sie Ihren Tagesausflug in den Lost Gardens of Heligan als Teil Ihrer Reiseplanung für Cornwall.

Farne in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Inhaltsübersicht

The Lost Gardens of Heligan – ein historischer Garten der verzaubert

Was gibt es in den Lost Gardens of Heligan zu sehen?

Reisevideo Lost Gardens of Heligan auf Youtube

Heligan Restaurants: Das Heligan Kitchen und The Steward’s House

Tipps und Informationen für den Gartenbesuch der Lost Gardens of Heligan

Buchtipp Heligan – auf Deutsch: Tim Smit „Lost Gardens of Heligan“

Weiterführende Informationen zu den Lost Gardens of Heligan

The Lost Gardens of Heligan – ein historischer Garten der verzaubert

Neben der Schönheit der Lost Gardens of Heligan rührt uns heutzutage wahrscheinlich auch seine Geschichte, die von Verfall, Vergessen und Wiederaufstehung erzählt. Der aristokratische Herrensitz in Cornwall gehörte 400 Jahre lang der Familie Tremayne und geriet durch Stürme und den 1. Weltkrieg in Zerfall und Vergessenheit. Am 16. Februar 1990 betrat Sir Tim Smit gemeinsam mit John Willis erstmals das Areal, aus welchem in Zukunft die „Verlorenen Gärten von Heligan“ wie ein Phönix aus der Asche entsteigen sollten.

Es folgten harte und arbeitsreiche Jahrzehnte, in denen die 81 Hektar Land von Wildwuchs befreit, zahlreiche wertvolle Pflanzenseltenheiten entdeckt, Gebäude restauriert, Wege errichtet, Gewächshäuser gebaut, Wasserleitungssysteme erneuert und die Geschichte des Gartens bis in alle Details erforscht wurde, um ihn so originalgetreu wie möglich auferstehen zu lassen. Die Lost Gardens of Heligan gelten als das bisher größte Garten-Restaurations-Projekt Europas.

 

Nutzgarten in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Was gibt es in den Lost Gardens of Heligan zu sehen?

Besuchsplanung und Route durch die Lost Gardens of Heligan
Wenn Sie die Lost Gardens of heligan besuche, nehmen Sie sich mindestens einen ganzen Tag lang Zeit und planen Sie Pausen ein: 81 Hektar weitläufiges Gelände erwarten Sie, wenn Sie das komplette „Heligan Estate“ entdecken wollen. Vom Eingang bis zum „Dschungel“ benötigt man mindestens 30 Minuten reine Gehzeit – unter der Voraussetzung, dass man quasi mit Scheuklappen durchmarschiert und sich rechts und links nichts anschaut.

Unser Vorschlag zur Gartentour mit den Highlights der Lost Gardens of Heligan
Bevor Sie die Tickets kaufen, haben Sie bereits die Möglichkeit, die zahlreichen Toiletten im Eingangsbereich zu nutzen. Weitere Toiletten befinden sich bei der Farm (The Barn) und im Café The Steward’s House. Durch das Restaurant und den Shop betreten Sie den Garten.

Flora’s Green
Schön ist, durch den parkartigen Flora’s Green zu schlendern, dort sehen sie neben dem Hexenbesen (Witch’s Broom) u.a. zahlreiche Rhododendren, die im April/Mai (je nach Wetter und Sorte) üppig blühen. Unter den Rhododendren befinden sich äußerst seltene Hybride, die bis heute nicht endgültig bestimmt werden konnten.

Nutzgarten und Küchengarten

Setzen Sie Ihre Gartentour durch den Nutzgartenbereich fort. Der großflächige Nutzgarten bringt Früchte sowie Kräuter und Gemüse hervor, die bereits Generationen der Tremayne Familie und ihren Gästen gemundet haben. Wir haben verschiedene Sorten Salat in penibel gepflanzten Reihen entdeckt, Zucchini mit ihren wundervollen leuchtend orangen Blüten, alles bewacht von Diggory, der hübschen Vogelscheuche in typisch englischem Outfit. Unzählig sind in jeder Saison die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, die hier angebaut werden. Nirgendwo kann man schöner durch einen Nutzgarten schreiten als in Heligan: Das Rundbogen-Apfel-Spalier scheint eher aus dem mythischen Avalon in diesen Garten einzuschweben als zu dieser Welt zu gehören. Die Produkte der Nutzgärten werden in den Restaurants verarbeitet oder im Shop verkauft.

Küchengarten in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Melonenhof
Wie ein Wunder öffnet sich der Melonenhof, nachdem man einen schmalen Mauerdurchlass durchschritten hat. Hier ist man mitten drin, im Gartenmythos des „Hortus Conclusus“, des ummauerten Gartens. Mit detektivischer Akribie haben viele Menschen daran gearbeitet, die merkwürdigen Mauerreste innerhalb des Melonenhofes als ehemaligen Ananasgraben zu identifizieren. Wie viel Mühe, Zeit und Aufwand hat es gekostet, diesen Ananasgraben zu restaurieren! Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Heligan ist stolz, den einzigen funktionierenden, mit Mist beheizten georgianischen Ananasgraben der Welt zu besitzen.

Weitere Höhepunkte im Melonenhof sind diverse Frühbeete, Spalierobst an den Ziegelmauern – darunter ein fantastisches Stachelbeer-Spalier – und natürlich das Melon House – Melonen Gewächshaus selbst. Im Old Tool Shed werden Werkzeuge ausgestellt, die während der Restaurierungsarbeiten gefunden wurden – diese sind eng mit der Entwicklungsgeschichte des Gartens verbunden.
An einer der Außenseiten des Melonenhofes befindet sich eine große Bienenwand, an der anderen Außenseite der Italienische Garten.

Anzuchtbeete in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Im Melonen-Gewächshaus in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Blumengarten/ Ziergarten
Auf dem Weg zum Ziergarten kommt man am Pencalenick Greenhouse vorbei, in dem zum Zeitpunkt unseres Besuches im Juni Geranien residierten. Man sollte auch unbedingt einen Blick in das Head Gardener’s Office (das Büro des Obergärtners) werfen: einen ganz zauberhaften Ort hat man hier wie in einer Zeitkapsel konserviert!
Makellose Buchsbaumhecken, Lavendel und Rosen strukturieren den Blumengarten. Auch Gewächshäuser für Pfirsiche und Zitronen sind hier zu finden. Nach einem kurzen Abstecher in den Sonnenuhr-Garten kommt man noch am Wunschbrunnen vorbei, bevor man eine ausgiebige Pause im Steward’s House machen kann. Auf der Wiese vor dem Steward’s House haben wir eine englische Eigenart beobachtet: Nachdem Decken auf dem Gras ausgebreitet wurden, hat man sich zum Picknick niedergelassen. Mehr Informationen zum Restaurantangebot weiter unten im Text.

Ziergarten mit Buchsbaumhecken in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Das Büro des Obergärtners in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Farm & The Barn – Der Bauernhof
Nach einer Stärkung lädt der Bauernhof mit seltenen Nutztierrassen zu einer Besichtigung ein. Wir haben „Golden Guernsey Ziegenkälber“ und „Cornische Schwarzschweine“ (eine Muttersau mit 8 Ferkeln) gesehen.
Ein Bauernhof befand sich schon immer im Zentrum des Parks, man betrieb dort Viehwirtschaft und den Getreideanbau für die hier lebende Gemeinschaft. Pferde auf der Weide, Gänse am Teich, Hühner und noch mehr Schweine: pures Landlust-Vergnügen, besonders für Familien mit Kindern.

Antiker Traktor in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Bauernland wie ein Gemälde in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Golden Guernsey Ziegenkälber auf dem Bauernhof der Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Dschungel mit Burma Rope Bridge (Hängebrücke)
Danach wird es abenteuerlich: die Wege sind auf der Orientierungskarte als „teilweise uneben, manchmal steil“ angegeben. Es gibt einen Spezialparkplatz für Kinderwagen, bevor man sich in den Dschungel und auf den Weg zur Hängebrücke begibt. Und im Dschungel gibt es viele Palmen, Farne, Baumfarne, Bambus – ein geheimnisvoller Ort. Einige der Baumfarne wurden eigens aus Tasmanien nach Südengland verschifft. Die Hängebrücke ist ein Riesenspaß für Groß und Klein: man sollte jedoch möglichst schwindelfrei sein und Kinder unter 5 Jahren sollten die Hängebrücke auch nicht betreten.

Hängebrücke im Dschungel des Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Dschungel in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Das verlorene Tal und die Skulpturen
Wer nach dem Dschungel immer noch nicht müde ist, kann noch ins „Verlorene Tal“ wandern, das Insektenhotel oder den Bienenstock in Aktion bewundern oder sich auf die Suche nach den berühmten Naturskulpturen „Grey Lady“ oder „Mud Maid“ machen.
Der Ausgang befindet sich beim Eingangsbereich und führt wieder durch den Shop und am Restaurant vorbei.
Vom Parkplatz aus geht es noch zu Lobbs Farm Shop – mehr darüber bei Tipps und Informationen weiter unten.

Mud Maid Skulptur in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Reisevideo Lost Gardens of Heligan auf Youtube

Einen Überblick über die “Verlorenen Gärten von Heligan” gibt auch dieses Reisevideo von Sabine Mey-Gordeyns.

Heligan Restaurant: Das Heligan Kitchen & Bakery

Der Besuch von einem der schönsten Gärten in Cornwall macht müde, hungrig und durstig. Deshalb sollte man auf jeden Fall einen Besuch im Heligan Kitchen & Bakery einplanen.

Für die Gerichte im Heligan Kitchen werden die Produkte des Nutzgartens verwendet sowie Zulieferungen lokaler Partner. Bäckerei-Produkte wie Brot oder Scones kommen frisch aus der Heligan Bakery. Es gibt Frühstück und Mittagessen sowie rund um die Uhr Snacks wie Sandwiches, Suppen und Cornish Pasties. Oder wie wäre es mit einem Cream Tea? Dazu vielleicht ein Strawberry Sponge, gekrönt von einer schokoladenumhüllten Erdbeere?

Wir probierten zum Mittagessen:
Eintopf von der Rinderbrust mit Gemüse und Brot für 9 Pfund sowie Rinderfilet mit Ciabatta und verschiedenen Salaten für ebenfalls 9 Pfund. Die Portionen sind großzügig, alles wird frisch zubereitet. Durch die Kombination der frischen, unverfälschten Produkte sowie die gekonnte Kombination und Zubereitung schmecken die Gerichte im Heligan Kitchen sehr lecker. Es werden selbstverständlich auch vegetarische Gerichte sowie glutenfreie Gerichte angeboten. Auch bei der Kuchenauswahl wird auf genaue Kennzeichnung für Lebensmittel-Allergiker Wert gelegt.

Zum Kaffeetrinken oder auch „Teatime“ mussten wir natürlich unbedingt zurück kehren um auch noch den Kuchen zu probieren.
Im Heligan Kitchen gibt es Sitzgelegenheiten innen und eine Gartenterrasse außen.
Service-Informationen zum Heligan Kitchen

Öffnungszeiten Heligan Kitchen:
Frühstück bis 11 Uhr, Mittagessen von 12 Uhr bis 14.30 Uhr, Snacks und Kuchen ganztägig bis 17:30 in der Hauptsaison.
Das Restaurant Heligan Kitchen ist auch ohne Eintrittskarte zugänglich.

Beef Stew im Heligan Kitchen in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Beefburger im Heligan Kitchen in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

Victoria Sponge im Heligan Kitchen in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Tipps und Informationen für den Gartenbesuch der Lost Gardens Gardens of Heligan

Die beste Jahreszeit für einen Gartenbesuch in den Lost Gardens of Heligan: Im Mai blühen im Bereich Flora’s Green die Rhododendren, im Sommer gibt es besonders im Nutzgarten sehr viel zu sehen. The Lost Gardens of Heligan zählt zu den schönsten Gärten in Cornwall, deshalb ist in der Hauptsaison mit hohem Besucheraufkommen zu rechnen.

Die beste Tageszeit für einen Gartenbesuch in The Lost Gardens of Heligan:Der Garten ist in den Sommermonaten ab 10 Uhr geöffnet und die Morgenstunden sind besonders schön.

Öffnungszeiten von The Lost Gardens of Heligan: In der Regel von 10:00 bis 17:00 bzw. 18 Uhr (Sommer)

Eintrittspreise The Lost Gardens of Heligan: 14,50 Pfund für Erwachsene, Familien mit bis zu 3 Kindern bis 17 Jahren 37,50 Pfund

Gartenführungen in den Lost Gardens of Heligan: Es werden regelmäßig Gartenführungen angeboten.

In das Navigationssystem geben Sie diese Daten ein: GPS-Referenz  50’ 17’15.42” N 04’ 48’52.20” W WGS 84

Parken bei den Lost Gardens of Heligan: Es gibt einen Parkplatz, der in der Hauptsaison auf die umliegenden Felder erweitert wird (Gras). Frühe Anreise sichert den besten Platz. Am besten plant man, gegen 9:30 einzutreffen. So bleibt genug Zeit zum Parken, dem kurzen Spaziergang zum Garteneingang und dem Kauf der Eintrittskarten bevor der Garten um 10 Uhr öffnet.

Anreise mit dem Bus: Eine Bushaltestelle für Busse des öffentlichen Nahverkehrs befindet sich direkt am Parkplatz. Travel Cornwall Bus 471 verbindet den nächstgelegenen Ort Mevagissey mit Heligan.

Sind Hunde in The Lost Gardens of Heligan erlaubt? Ja, Hunde müssen angeleint werden. Bei den Restaurants müssen Hunde draußen bleiben.

Besuchsvorbereitung mit Karte und Plan.

Kleidung: Aufgrund der Entfernungen und Wegbeschaffenheit ist gutes Schuhwerk empfehlenswert.

Webseite der Lost Gardens of Heligan mit Besucherinformationen auf Deutsch oder Besucherinformationen auf Englisch.

Blume in den Lost Gardens of Heligan in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Buchtipp Heligan – auf Deutsch

Tim Smit „Lost Gardens of Heligan – Die Wiederentdeckung eines Gartenparadieses in Cornwall“

Diese Geschichte über eine der wohl größten Gartenrestaurierungen in Europa ist die atemlose Rechenschaft eines Besessenen: Der geistige Vater der Lost Gardens of Heligan, Sir Tim Smit, nimmt uns mit durch 25 Jahre Gartenabenteuer in Cornwall. Die deutsche Übersetzung durch Stefan Leppert ist hervorragend gelungen. Das Buch liegt in liebevoller Hardcover-Ausstattung vor, man sollte auf den knapp 300 Seiten jedoch keinen bebilderten Gartenführer erwarten. Die 69 Fotos untermalen eher die atemberaubende Geschichte der Gartenrestauration, teilweise mit verblüffenden Vorher-Nachher-Aufnahmen, die das gigantische Ausmaß dieses Projektes unterstreichen.

Tim Smit: Lost Gardens of Heligan – Die Wiederentdeckung eines Gartenparadieses in Cornwall © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Es ist unmöglich, dieses Buch einem Genre zuzuordnen, es ist archäologischer Krimi, Ausgrabungstagebuch, Gartentagebuch, Autobiographie und Gartenführer in einem. Sir Tim Smit ist ein fantastischer Geschichtenerzähler und nimmt die Leser von der Wiederentdeckung der Gärten mit bis in die heutige Zeit. In rasendem Tempo vermischen sich Geschichte, Politik, Anekdoten und Begegnungen zu einem Mosaik, welches die Hingabe aller Beteiligten an dieses Mammutprojekt wie in einem sich permanent bewegenden Puzzlespiel offenlegt. Wir hoffen und bangen mit dem Gartenteam, es ist durchgehend spannend – sogar für Menschen, die keine Gärtner sind. Kaum ist der eine Erfolg errungen, tut sich schon wieder ein politischer, wirtschaftlicher oder wettertechnischer Gegenschlag auf…..

So schön die Ausstattung des Titels auch ist – mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch betrifft nicht den Inhalt, sondern die grafische Aufmachung. Der blass-grau-grüne Hintergrund für die Textseiten ist stimmig mit dem Gartenthema und so viel schöner als flaches Weiß. Aber die winzige Schriftgröße ist in Kombination mit dem eher „dunklen“ Blatt für meinen Geschmack deutlich zu klein geraten und wird deshalb nur mühevoll lesbar – selbst mit Lesebrille. Die eher ältere Zielgruppe für Gartenliteratur wir dieses Buch beim Lesen aufgrund der Schriftgröße schnell ermüden – und das ist sehr, sehr schade!

Denn man sollte unbedingt VOR dem Besuch der Lost Gardens of Heligan dieses Buch lesen – erst dann wird man die Anlage so richtig zu schätzen wissen. Ein Beispiel: ohne das Buch steht man vor der Ananas und denkt „Ui toll – hier wachsen Ananas!“ Nach Lektüre des Buches spult ein Film im Kopf ab, es entsteht sowohl eine visuelle und emotionale zweite Ebene zum Stichwort „Ananas“, die den Besuch in den Lost Gardens of Heligan zu mehr macht als „just another garden visit“.

Ananasgraben in den Lost Gardens of Heligan © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Mein Cornwall Buchtipp für Gartenfreunde:

Tim Smit „Lost Gardens of Heligan – Die Wiederentdeckung eines Gartenparadieses in Cornwall“
Ulmer Verlag, 288 S., 47 Farbfotos, 22 sw-Fotos, geb. ISBN 978-3-8001-1282-1. € 34,90

Weiterführende Informationen zu den Lost Gardens of Heligan

Vom Parkplatz aus ist auch Lobbs Farmshop erreichbar, in dem es cornische Spezialitäten zu kaufen gibt. Meine Empfehlung: die herzhaften Pies!

Übernachten in der Nähe von den Lost Gardens of Heligan
Vom Campingplatz „Heligan Caravan and Camping Park“ ist man in 3 Minuten zu Fuß in den Lost Gardens of Heligan, bequemer geht es nicht. Man kann dort auch Hütten mieten.

Wer ein B&B oder Hotel für eine Übernachtung bevorzugt, wird im nächstgelegenen Ort Mevagissey sicher fündig. Pub Tipp für Mevagissey: Urig und hübsch, das älteste Pub in Mevagissey The Fountain Inn.

Besuchsvorbereitung mit deutschem Buch: Tim Smit – The Lost Gardens of Heligan – Die Wiederentdeckung eines Gartenparadieses in Cornwall – Buchbesprechung s.o.

2018 wurde The Lost Gardens of Heligan von den Lesern des Countryfile Magazine zum #GardenOfTheYear gewählt – zum besten Garten in England! #CFMagAwards2018

Noch mehr Cornwall? Wie wäre es mit einem Tagesausflug zum Eden Project?

Ein Tag im Eden Project in Cornwall

 

Tipps für Urlaub in Cornwall – das Video

Stichworte: Touristenattraktion in Cornwall, Gärten in Südengland, Reisebericht The Lost Gardens of Heligan, Die verlorenen Gärten von Heligan, Die vergessenen Gärten von Heligan

© Fotos,Texte und Video: Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

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6 Comments

  • Jutta sagt:

    Zauberhaft Sabine! Das hier wird mich jetzt durch den Tag begleiten: „Heligan ist stolz, den einzigen funktionierenden, mit Mist beheizten georgianischen Ananasgraben der Welt zu besitzen.“ : ) Und die Buchempfehlung habe ich mir gleich auf die Wunschliste geschrieben! Tolle Inspiration. Das Video muss ich mir noch in Ruhe ansehen. Herzliche Grüße, Jutta

  • Sabine sagt:

    Danke liebe Jutta! Und ich habe sie tatsächlich gesehen, die Ananas. Ich könnte Tage in diesem Garten verbringen, nein falsch: Wochen!

  • Azlin Bloor sagt:

    Thank you for such a wonderful write up, Sabine! We never did get around to visiting it but your descriptions make me wish we had. Must try and make it there, and definitely going to look up that book.

  • Sabine sagt:

    Thank you so much for this feed back Azlin! The original of the book is in English, of course: Tim Smit „Lost Gardens of Heligan“.

  • Ingrid sagt:

    Sabine, so ein schöner Artikel! Es hat den Lust auf den Frühling bei mir erweckt, hoffentlich kommt er bald! :) Und das Essen sieht sehr lecker aus! Einfach toll!

  • Sabine sagt:

    Besten Dank, Ingrid! Auch im Frühling muss es in Heligan übrigens traumhaft sein.

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