Die beste Reisekamera 2018

Spiegelreflexkamera oder Kompaktkamera für die Reise?

Hier bekommst Du Tipps für die beste Reisekamera 2018 und meine Erfahrungen mit der Sony DSC-RX100 M5 bzw. Sony RX100 V (Kurzform). Mein Motto: „Die beste Reisekamera ist die, die Du IMMER dabei hast“. Für mich bedeutet das: minimales Gewicht – eine superleichte Kamera mit maximaler Leistung.

Die komplette Spiegelreflex-Ausrüstung ist toll und macht exzellente Fotos. Leider ist das alles viel zu schwer, unhandlich, unpraktisch und zu auffällig. Mit einer kleinen Kompaktkamera kommst Du viel näher an die Menschen heran.

Ich bin begeistert von meiner neuen kleinen Reisekamera, der Sony DSC-RX100 M5. Diese Sony RX100 V ersetzt für mich neuerdings oft eine Spiegelreflexkamera, vor allem wenn ich Videos filme. Mit der Kompaktkamera Sony RX100 V bin ich jetzt endlich mit kleinem, leichtem Gepäck unterwegs und immer einsatzfähig. Ist die Sony DSC-RX100 M5 die beste Reisekamera?

Lasst euch nicht von zu viel Tech-Sprech der Hersteller verwirren. Für mich kommt es bei der Auswahl einer guten Reisekamera auf die folgenden Dinge an:

1. Gewicht und Kompaktheit – sonst bleibt die Kamera wieder im Hotel liegen

Die Sony RX100 V bringt inklusive Speicherkarte und Akku nur sensationelle 299 Gramm auf die Waage. Entsprechend kompakt sind die Abmessungen: 10 x 4 x 5,5 cm.

Das Gehäuse ist recht robust, ein wenig aufpassen muß man allerdings beim integrierten Objektiv-Frontdeckel, der sich als ausgeklügeltes Frontlamellen-System automatisch schließt.

Was wiegt die Sony Rx100 v? © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

2. Lichtstärke und Rauschverhalten

Nicht immer brennt die Sonne vom Himmel, Ihr wollt aber trotzdem scharfe Bilder machen. Dafür muß ein Objektiv lichtstark sein, und das ist genau hier mit einer Lichtstärke von 1,8 -2,8 der Fall. D.h. Ihr habt auch im Zoombereich genug Licht, um an einem bedeckten Tag gute Fotos zu machen, die nicht verwackeln oder wegen zu hoher ISO-Werte total verrauscht sind.

3. Leistungsfähiger Akku

Die Sony RX100 V ist eine Hochleistungskamera, die sensationelle Aufnahmen in 4K hinbekommt – da läuft schnell der Akku heiss und ist auch schnell leer – der Akkuverbrauch ist leider eine Schwachstelle. Mindestens einen Ersatzakku sollte man immer dabei haben. Ich habe gute Erfahrungen mit Hähnel Akkus (HL-X1 für Sony). Für rund 20 Euro und 59 Gramm mehr im Gepäck muss man sich weniger Sorgen um die Akkulaufzeit machen.

Sony liefert leider kein separates Ladegerät zum Aufladen der Akkus. Die Akkus können in der Kamera aufgeladen werden. Ich habe mir ein separates Ladegerät angeschafft.

4. Video

Die Sony RX100 V ist derzeit die beste Kompakt-Videokamera auf dem Markt und bietet 4 K Video, Slow Motion und vieles mehr. Testvideo zum Thema Autofokus und Bokeh siehe unter 5.

Hier geht es zur YouTube Playlist mit den Videos, die ich mit der Sony RX100 V / Sony DSC-RX100 M5 erstellt habe:

5. Autofokus

Die Sony RX100 V besitzt einen superschnellen Autofokus, der es besonders im Videobereich einfach macht. Deshalb ist die Sony RX100 V auch optimal zum Vloggen geeignet. Sehr hilfreich ist dabei auch der ausgezeichnete Sucher. Ein Testvideo, in welchem vor allem zu sehen ist, wie gut der Nachführfokus funktioniert und wie toll man den Bokeh-Effekt im Video hinbekommt, siehst Du auf meinem youtube-Kanal:

Reisevideo von Sabine Mey-Gordeyns

 

Der Sucher der Sony RX100 V © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

6. Warnung: Das sind die (technischen) Konsequenzen, wenn Du eine Sony DSC-RX100 M5 kaufst!
  • RAW-Format: Sony arbeitet mit dem RAW-Format ARW. Arbeitest Du mit Photoshop Lightroom? Wenn Du über die Creative Cloud arbeitest: kein Problem. Ansonsten bist Du gezwungen, für die Erkennung des ARW Formats von der Sony DSC-RX100 M5 auf Lightroom 6 upzugraden. Das Bildbearbeitungsprogram DXO erkennt das entsprechende Format.
  • Achtung: es können sehr große Datenmengen mit großen Dateien entstehen, die dein Laptop oder PC zuhause eventuell nicht mehr verarbeiten kann.
  • Wenn Du mit der Menüführung von Sony nicht vertraut bist, musst Du viel Zeit investieren, um Dich in die Bedienung der Sony RX100 V einzuarbeiten
7. Stativ

Für manche Einsätze wie z. B. Nachtaufnahmen, Sonnenuntergänge oder Zeitraffer kann ein kleines Reisestativ sinnvoll sein. Als sehr praktikabel hat sich für mich ein Ausziehstativ von Cullmann erwiesen, das nur 407 g wiegt und in die Handtasche paßt, das könnt Ihr sogar als Selfie-Stick an die G16 schrauben. Die neue Version heißt „Cullmann – 50008 Stativ Digi-Pod long“ und wiegt genau so wenig.

Cullmann Stativ

407 Gramm bringt das Cullmann Ausziehstativ auf die Waage ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

8. Zubehör: Gimbal / Crane und Kameragurt

Du möchtest auch mit einer Art Schwebekran (Gimbal, Crane) arbeiten? Das Gimbal von Zhiyun ist optimal auf die Sony DSC-RX100 M5 abgestimmt, Du benötigst ein separates Verbindungskabel!

Das beste Gimbal für die Sony RX100 V von Zhiyun © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Toll ist auch der Peak Design Kameragurt: Damit kannst Du den Gurt ganz einfach abklicken und die Kamera auf das Gimbal setzen, ohne dass der Kameragurt stört.

Die Sony Rx100 V © Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

9. Fazit

Die Sony RX100 V ist mit ca. 1.000 Euro sehr teuer in der Anschaffung, aber für mich derzeit eine optimale Reisekamera zum „immer-dabei-haben“. Die Videoqualität ist sensationell. Darum geht’s. Wie bei jeder leistungsstarken Kamera muß man sich ein wenig mit der Bedienungsanleitung auseinandersetzen um genau die Knöpfe und Einstellungen zu finden, die man selber wichtig findet. Ich trage ganz praktisch einen Notizzettel mit mir herum, auf dem ich mir Kompliziertes notiert habe. Stativ und Kamera zusammen wiegen leichte 700g. Damit kann sogar ich eine Bergwanderung unternehmen!

Falls Du nicht so viel Wert auf Video legst, tut es auch die günstigere Sony RX100 iv.

Wenn Du normalerweise auf Programmautomatik fotografierst: Lass‘ lieber die Finger von der Sony RX100 V – es wird dann zu kompliziert.

© Foto und Texte: Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

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2 Comments

  • inka sagt:

    Ach Sabine, es wird mal wieder Zeit für ein Kompliment (ich hinterlasse bei Dir viel zu selten Kommentare, gerade habe ich eigentlich den Artikel „maritime Fotografie“ mit den schönen Fotos gelesen): Du kannst sogar ein eigentlich langweiliges Thema (weil schon hundertfach vorhanden) wie „beste Reisekamera“ interessant und kurzweilig beschreiben. ;)
    Liebe Grüße und bitte immer weiter so, ich stöbere hier wirklich gerne herum.
    /inka

  • Sabine sagt:

    Liebe Inka,
    vielen Dank für dein Kompliment – darüber freue ich mich sehr! Ich hoffe, Dir hat auch mein kleiner Hamburg-Film gefallen.
    Sonnige Grüße, Sabine

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