Zünftige Musi: Aufgspuit in Bayern!

Volksmusik mit Coolness-Faktor

Man nehme: einen goldenen Septembersonntag im bayerischen Voralpenland, eine Prise urwüchsige Kastanienbäume, sowie ungezügelte Lebensfreude und einige begabte Volksmusikanten und würze das Ganze noch mit reichlich Traditionspflege und einer guten Portion Stolz auf die schöne Heimat – heraus kommt so etwas wie „Aufgspuit“!

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Blick aufs Murnauer Moos ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Auf hochdeutsch: Auf-ge-spielt, eine liebenswerte unplugged-Volksmusik-Open-Air-Veranstaltung, die alljährlich im Murnauer Moos bei der Gaststätte Ähndl  stattfindet.

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St. Georgskirche – liebevoll auch Ramsachkircherl genannt – gleich dahinter liegt das Gasthaus Ähndl ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Die vielen Volksmusikgruppen aus Deutschland und Österreich spielen im Wechsel auch an der nahegelegenen St. Georg Kapelle und am Drachenstich (10 min zu Fuß).

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Im Ähndl-Biergarten unter Kastanien ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

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Volksmusikanten vorm Ramsachkircherl ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

 

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Singat’s vorm Bergpanorama ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Und wenn man dann einen Platz auf einer der Biergartenbänke im Schatten ergattert hat, die Volksmusik erklingt und der Blick über das Murnauer Moos zum Bergpanorama des Wettersteingebirges schweift, dann denkt man sich im Stillen, daß an diesem Spruch wohl doch etwas dran sein muß:
„Außerhalb Bayerns gibt es kein Leben, und wenn, dann kein Vergleichbares“.

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Bayern zeigt sich selbsbewußt ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Das Glück wird perfekt mit einem frisch gezapften Bier der örtlichen Brauerei Karg auf dem Tisch. Oder vielleicht doch lieber frisch gebackene Schmalznudeln (Auszogne) von den Landfrauen?

Fesch in Gwand und Pfoad

Ehrensache ist, daß die einheimischen Damen in wunderschönen Dirndln kommen, die hier übrigens „Gwand“ heißen. Nicht selten ist das Gwand ein Unikat und mit einem Monogram auf dem Rücken versehen. Die Mannsbilder machen ihre Aufwartung in Lederhose und dem Pfoad, dem bayerischen Hemd.

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Aufwändig gearbeitet: Gwand mit Initialen ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

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Männer mit Lederhosen und Pfoad (Hemd) ©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Hier ist alles so, wie es eben ist. Urig und echt. Hochwertige Volksmusik. Wer hier „Der Anton aus Tirol“ hören möchte, wird zum Glück bitter enttäuscht. Ich hoffe, daß es noch lange so bleibt.

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©Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

Wann: am ersten Sonntag im September, 13 Uhr – 17 Uhr, Infos: www.murnau.de
Wo: Murnauer Moos, Gaststätte Ähndl

Parken schon vorher auf der großen Wiese links am Anfang der Ramsachstraße, dann ca. 15 Minuten zu Fuß zum Ähndl.

#InLoveWithBavaria

Wenn Du gern im Bayerischen Oberland unterwegs bist, interessieren Dich eventuell auch meine Impressionen aus Bayern.

© Foto und Texte: Sabine Mey-Gordeyns, travelstories-reiseblog.com

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8 Comments

  • Bei Deinen Fotos bekommt man Lust, mal wieder heimatliche Klänge zu hören. Vielleicht machen wir so etwas auch einmal im Sommer. Liebe Grüße, Monika

  • Sabine sagt:

    Auf diese Art und Weise macht das richtig Spass, liebe Monika! Ganz entspannt im Hier und Jetzt! Herzlich aus Holland, Sabine

  • Andreas sagt:

    Hallo Sabine,

    das Murnauer Moos mit der St.Georgskapelle, dem Ramsachkirchle daneben, hatte ich auch schon im Focus. Damals ging es um den „Kampf ums Moos“. Teilweise sollte das Murnauer Moos entwässert werden. Gottseidank ist es nie sowie gekommen, denn das Murnauer Moos ist ein Naturjuwel und gehört zu den schönsten Kulturlandschaften Bayerns. Die Ramsachkapelle mit dem nebenliegenden Gasthaus ist eine Bayerische Idylle wie man sie sich schöner nicht vorstellen kann. Du hast die bayerische Lebensart mit Musik und mit authentischen Motiven eingefangen. Ein schöner Blogartikel ist dir gelungen. Viele Grüße Andreas

  • Sabine sagt:

    Danke Andreas! Das Blaue Land profitiert jetzt von der Erhaltung des Murnauer Moos, der sanfte Radl- und Wandertourismus durch diese fantastische Landschaft boomt.

  • Hier trifft nicht Tradition die Moderne, hier ist Tradition noch modern. Das durften wir auch immer wieder in Bayern erleben und finden es erhaltenswert.
    Schöner Beitrag von dir hier – macht Lust auf einen sommerlichen Besuch, danke!

    Viele Grüße, Thomas und Silke.

  • Sabine sagt:

    Genau: Tradition ist noch modern, alt ist das neue cool! Vielleicht klappt es ja einmal mit einem Bier beim Ähndl, Silke und Thomas!

  • Antje sagt:

    Mir gefällt, dass in Bayern auch viele junge Leute wieder Dirndl und Lederhose anziehen. Das kenne ich von anderen Regionen nicht.

  • Sabine sagt:

    Das kann ich mir vorstellen. In Bayern ist Dirndl und Lederhose auch für die junge Generation fast Kult, sogar teilweise in „alternativen“ Kreisen.

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